Selbsthilfegruppe für Erwachsene, Jungendliche und Kinder mit Typ-1 und Typ-2

Wir sind Menschen, die an Diabetes erkrankt sind und im Umgang mit Diabetes vertraut. Denn je mehr man über Diabetes weiß, desto spontaner und sicherer ist man. Der Diabetes hat unser Leben verändert. Deshalb treffen wir uns regelmäßig außerhalb der Arzt- und Klinik-Atmosphäre, um gemeinsam in der Gruppe etwas zu unternehmen und zu erfahren. Mit Hilfe der Diabetes- Selbsthilfegruppe sind wir und Sie rundum gut versorgt.

Es wird auch Ihnen helfen bei der "Orientierung Ihres Diabetes" im Alltag und anderen Lebenslagen. Nutzen Sie die Gelegenheit sich auszutauschen.

Unterstützung - auch für Angehörige

Es passiert leider nicht selten, dass frisch entdeckte Diabetiker gut mit Informationen versorgt werden, aber ihre Angehörigen, Freunde oder Arbeitskollegen ziemlich ratlos daneben stehen, wissen nicht genau wie sie sich verhalten sollen, mit dieser neuen Situation.

Wir helfen Ihnen mit unserer Erfahrung den Diabetes besser zu verstehen. Besuchen Sie deshalb unsere Gruppenabende und bringen Sie auch gerne Ihre Angehörige, Freunde oder Arbeitskollegen mit. Es kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

 

Höhepunkte/Berichte der Gruppe

 

Thomas Franzki brachte auch seinen Diabetespen mit, um zu zeugen, wie die Dosierung funktioniert. Foto: Niklas Golitschek
Thomas Franzki, Foto: Niklas Golitschek

Zeitungsartikel über Thomas Franzki

Folgender Artikel stammt aus dem Delmenhorster Kreisblatt vom 18.11.2019:

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Ganderkesee. Die Diagnose ist im ersten Moment ein Schock: Diabetes. Wie sich mit der Blutzucker-Krankheit trotzdem ein gutes Leben führen lässt, erklärte Thomas Franzki von der Selbsthilfegruppe in Ganderkesee bei einem Vortrag.

Thomas Franzki weiß, wie es ist, an der Nadel zu hängen – er ist selbst Insuliner. Ohne das Arzneimittel würde sein Blutzucker in die Höhe schnellen, verbunden mit erheblichen gesundheitlichen Risiken. Das zu verhindern, kostet ihn nur wenige Sekunden, wie er beim Vortrag über Diabetes bei der Selbsthilfegruppe in Ganderkesee vorführt.

Er muss noch nicht einmal die Ärmel hochkrempeln, um seinen aktuellen Blutzuckerwert zu erfahren. Franzki genügt es, das Messgerät an seinen linken Oberarm zu halten. Dort ist ein Sensor angebracht, der die Zahlen direkt auf den Bildschirm übermittelt: 219 Milligramm pro Deziliter – zu hoch. „Das heißt, ich muss mir acht Einheiten spritzen, das tut gar nicht weh“, sagt er. Dann dreht der Diabetiker kurz am Einstellrad seines Stifts, eines sogenannten Insulinpens, schiebt Pullover und T-Shirt etwas nach oben und gibt sich die Dosis. „Das ist ideal“, sagt er über das Verfahren.

Zunächst ein Schock

Klar: Die Diagnose selbst ist alles andere als optimal. Dass der Körper nicht mehr aus eigener Kraft den Zuckerhaushalt regelt, bedeutet erst einmal eine Last. „Jeder Diabetiker kriegt anfangs Schuldgefühle, er hätte etwas falsch gemacht“, weiß der Gründer der Selbsthilfegruppe. Doch inzwischen bedeuteten seine beiden Pens für ihn „niedriger Blutzucker, mehr Lebensqualität“.

Eigentlich hätte Franzki diesen Vortrag gar nicht halten sollen, doch da die Diabetologin Berit Brockmeyer terminlich verhindert war, übernahm er kurzfristig. „Blutzucker ist das Elixier des Lebens, Diabetiker haben nur zu viel davon“, führt er aus. Im Normalzustand seien Werte von 60 bis 140 Milligramm pro Deziliter durchaus normal, zwei Stunden nach dem Essen könne der Wert sogar bis zu 180 betragen. „Ein erhöhter Zucker bedeutet aber nicht immer eine Krankheit“, stellte Franzki klar. Vor der Insulinspritze lasse sich der Wert oft durch Sport, Ernährung und Tabletten senken.

Langer Weg zur Diagnose

Doch bis es überhaupt zur Diagnose Diabetes mellitus komme, vergingen oft Jahre, die in manchen Fällen auch mit Folgeschäden verbunden seien. Und auch wenn die Krankheit erkannt sei, könne noch weitere Zeit verstreichen, bis der Patient optimal eingestellt sei. „Die ärztliche Kunst ist, das passende Insulin für den Patienten zu finden“, sagt Franzki.

Davon gebe es rund 80 verschiedene Sorten. Grob ließen sich diese in drei Wirkungs-Varianten einteilen: Langzeit (Basal, auch bekannt als Verzögerungs- oder Depotinsulin), Kurzzeit (Bolus, auch bekannt als Normalinsulin) und Kombinationen aus beiden. Ersteres habe mit einer Wirkdauer von bis zu 40 Stunden den Vorteil, dass es in einem geregelten Alltag flexibler mache. Bei Aktivitäten wie Sport bestehe dann wiederum die Gefahr der Unterzuckerung. Normalinsulin wiederum eigne sich, um Spitzen wie etwa zum Essen abzudecken. Die benötigte Menge hänge von den aufgenommenen Kohlenhydraten sowie individuellen Faktoren ab.

Eben deshalb kann Franzki bei seinem Vortrag auch nur wenige Faustregeln für den Alltag nennen. Selbst für anwesende und erfahrenere Diabetiker wirkt die Fülle an Möglichkeiten und Voraussetzungen wie ein Dschungel. „Da kann viel in die Hose gehen“, weiß auch der Kenner zu berichten. Deshalb empfiehlt er allen Diabetikern, eine Grundschulung zu absolvieren und sich vom Hausarzt oder Diabetologen ins Disease-Management-Programme (DMP) für chronisch Kranke eintragen zu lassen. „Das bedeutet weniger Zusatzbeiträge und optimale Behandlung.“

Beschwerdefrei im Alltag

Diese schwierige Phase hat Franzki inzwischen hinter sich, ist eingestellt und kennt sich aus. Einige Minuten nach seiner Dosis liegt der Blutzuckerwert dann auch schon bei 193 Milligramm pro Deziliter. So komme er weitgehend beschwerdefrei durch den Alltag.

Autor Bild & Text: Niklas Golitschek
Quelle: https://www.noz.de/lokales-dk/ganderkesee/artikel/1931514/wie-diabetiker-ihren-alltag-meistern

Selbsthilfegruppe Diabetes Ganderkesee e. V.

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Jahresprogramm 2020
 

TerminThemaBemerkung
13.01.Diabetes NotfallRichtiges Handeln bei Unterzucker usw.
10.02.Diabetes digitalChancen der Digitalisierung
09.03.JahreshauptversammlungKeine öffentliche Veranstaltung!
13.04.OstermontagKein Gruppenabend! 
11.05.Auch am Morgen gute BlutzuckerwerteTipps für bessere Morgenwerte 
08.06.Medikamente und der BeipackzettelBeipackzetteln und Anlaufstellen
13.07.Interwall-FastenWeniger Gewicht, bessere Werte? 
10.08.SommerferienKein Gruppenabend! 
14.09.Zucker im Griff, stabile WerteSchluss mit dem Zucker-Chaos
12.10.Fußpflege zuhause und beim PodologenTipps für spezielle Fußpflege
25.10. Familienseminar
09.11.Wenn die Seele Hilfe brauchtDiabetes und Depressionen
14.12Gutes Essen, gute Werte, gute Nerven. Frohes FestEssen, feiern und Diabetes. Na und! 
Uhrzeitimmer 19 UhrÄnderungen vorbehalten
Das Jahresprogramm 2020 als PDF-Download