DDH-M Neuigkeiten

DDH-M für Transparenz im Gesundheitswesen zertifiziert mit dem Ziel mehr Glaubwürdigkeit in der Selbsthilfe zu schaffen

10. Februar 2015 - 13:26

Die DDH-M hat von Beginn der Gründung an Transparenz in der Verwaltung und Vereinsarbeit groß geschrieben.

Logo der "Initiative Transparente Zivilgesellschaft" von Amnesty International DeutschlandJeder, insbesondere auch Nicht-Mitglieder, können sich über die Zahlungsflüsse, die Einnahmen und die Ausgaben des Vereins informieren. Das war uns wichtig. Wir sind der Meinung, dass wir als gemeinnütziger Verein, eine Pflicht haben von uns aus die Mittelverwendung zu rechtfertigen. Ein gemeinnütziger Verein, der (auch) mit Geldern von Betroffenen und Spenden umgeht ist unsere Tätigkeit kein Selbstzweck und muss daher nachprüfbar sein.

Als einzige und erste Selbsthilfeorganisation im Bereich Diabetes haben wir daher einen Geschäftsbericht veröffentlicht, in dem wir unsere Tätigkeit und unsere Einnahmen und Ausgaben erläutern. Insbesondere haben wir auch dargelegt, von welchen Unternehmen und Institutionen Gelder an uns gezahlt worden sind. Das ist ein wichtiger Schritt, damit sich jeder über etwaige Interessenkonflikte informieren kann. Das ist eine Innovation, die es bisher noch nicht gab. Andere Selbsthilfeorganisationen im Bereich Diabetes halten höchste Verschwiegenheit über Einnahmen und insbesondere auch über die Ausgaben. Neben dem Geschäftsbericht veröffentlichen wir auch unterjährig eine Transparenzerklärung und haben uns eine Corporate Giving Policy gegeben.

Der Geschäftsbericht alleine war uns aber noch nicht genug. Wir haben uns der "Initiative Transparente Zivilgesellschaft" von Amnesty International Deutschland angeschlossen.

Einheitliche Veröffentlichungspflichten für gemeinnützige Organisationen gibt es in Deutschland nicht - mit Ausnahme gemeinnütziger Kapitalgesellschaften wie gGmbHs oder gAGs sind gemeinnützige Organisationen derzeit nicht verpflichtet, die Öffentlichkeit über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel zu informieren. Ziel der Initiative ist es, ein möglichst breites Aktionsbündnis innerhalb der Zivilgesellschaft herzustellen, das sich auf die wesentlichen Parameter für effektive Transparenzeinigt. (Quelle: Wikipedia)

Derzeit haben 610 gemeinnützige Organisationen die freiwillige Selbstverpflichtung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft unterzeichnet. Wir haben uns dazu verpflichtet, gewisse Informationen über unsere Tätigkeit laufend aktuell zu veröffentlichen. Diese Angaben sind auf der Seite Transparenz öffentlich einsehbar. Amnesty International Deutschland hat überprüft, ob wir diese Angaben veröffentlichen und uns an diese Selbstverpflichtung halten. Diese Zertifizierung haben wir bestanden; wir werden insoweit aber auch laufend überprüft. Unser Ziel ist es damit zu einer besseren Glaubwürdigkeit der Selbsthilfe beizutragen. Es ist uns wichtig zu zeigen, dass die Gelder den satzungsmäßigen Zielen dient und nicht zur Bereicherung einzelner Individuen dient.

Der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2014 wird im ersten Halbjahr 2015 erscheinen. Für das Geschäftsjahr 2014 und zukünftige Geschäftsjahre werden wir auch zur Verbesserung der Transparenz freiwillig eine Bilanz erstellen und veröffentlichen.

Übrigens arbeitet unser Vorstand komplett ehrenamtlich. Vorstandsmitglieder erhalten für ihre Arbeit – insbesondere weil es derzeit keinen Geschäftsführer gibt, der die laufende Verwaltung leitet – eine steuerbegünstigte Ehrenamtspauschale. Diese hat der Gesetzgeber vorgesehen, um einen kleinen Teil der investierten Freizeit abzugelten. Abgesehen davon werden lediglich nachgewiesene Kosten erstattet (Beispiel: Eine Bahnfahrkarte für ein Geschäftstermin, wenn die Kosten durch das Fahrticket nachgewiesen werden.). Ein Gehalt erhalten die Vorstandsmitglieder nicht!


Gehen Sie einfach mal neue Wege! (DDH-M aktuell)

31. Januar 2015 - 13:43

(DDH-M aktuell Ausgabe 1/2015)

Sie sind hoffentlich gut in das neue Jahr gekommen, liebe Leserinnen und Leser. Es ist die Zeit, wo man sich vornimmt, etwas besser als bisher zu machen und etwas neu anzupacken. Zeit, auch einmal neue Wege zu gehen. Mitreden können, mitwirken können. Sich informieren, hinter die Kulissen blicken. Dass Sie das tun, wünsche ich Ihnen und der Selbsthilfe.

Gelegenheit dazu bieten derzeit die in DDH-M vertretenen Landesverbände. In Rheinland-Pfalz gibt es 2016 und in Nordrhein-Westfalen bereits in diesem Jahr Vorstandswahlen. Mitteldeutschland ist neu an den Start gegangen. Neue Gesichter sind in der Diabetes-Selbsthilfe jederzeit herzlich willkommen. Trauen Sie sich! Machen Sie mit! Alle wichtigen Informationen dazu fin- den Sie auf den Regionalseiten.

Wer in der Selbsthilfe aktiv ist, ist auch ganz nah an den Informationen, zum Beispiel was es Neues von den Kongressen zu vermelden gibt. Neben einem Bericht über die Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft, den Weltdiabetestag in Leipzig und die Verleihung der Mehnert-Medaille finden Sie in dieser Ausgabe auch die Ankündigung des Patiententages der bundesweiten Diabetes Messe in Münster, die auch in diesem Jahr wieder Vorträge und Gesundheitschecks für Sie bereithält.

Im Titelthema geht es um LADA, eine Sonderform des Diabetes, von der man selten hört und die auch noch nicht so grundlegend erforscht ist, wie Ärzte und betroffene Patienten sich das wünschen. Die Hoffnung der Autoren ist, dass man in der Forschung auf diesem Gebiet weiteren Fragestellungen auf den Grund geht.

Wenn apothekenpflichtige, jedoch rezeptfreie Medikamente über die Ladentheke des Apothekers verkauft werden, wirft das immer wieder Fragen der Arzneimittel-Therapiesicherheit, der Beratung und natürlich auch der Preisverordnung für diese sogenannten OTC-Arzneimittel auf. Wir berichten über einen bundesweit ausgerichteten Kongress des Apothekerverbandes Nordrhein zu diesem Thema. Im Portrait stellen wir Ihnen Dr. Metin Bagli vor, einen Apotheker, der für Menschen mit Migrationshintergrund neue Wege in der Kundenbetreuung geht.

Ein ganz wichtiges Thema hält die zweite Folge unserer Schulungsserie bereit, in der es diesmal um das Recht auf Diabetesschulung geht. Lesen Sie auch, wie das Spenden-Projekt „Diabetesberatung auf Rädern“ bei den Medien ankommt und was der neue Patienten-Ratgeber zu Parodontitis und Diabetes zu bieten hat. Um einen Zahnarztbesuch mit Hindernissen geht es auch in unserem Erfahrungsbericht. Und wer sportlich neue Wege gehen will, findet aktuelle Hinweise des Diabetes Programm Deutschland für die Laufkurse 2015.

Zudem bietet die DDH-M Bundesorganisation jungen Menschen seit dem Weltdiabetestag in Leipzig ein ganz neues Forum, in dem sie sich organisieren und austauschen können: die Jugendvertretung „DDH-M Jugend“. Lesen Sie mehr darüber in unserer Rubrik „DDH-M Blitzlichter“.

Lesen informiert.
Wir unterstützen Sie dabei.

Ihre Chefredakteurin
Ursula Breitbach

 

Titelblatt der Ausgabe 1/2015 der Mitgliederzeitschrift DDH-M aktuellInhaltsverzeichnis der Mitgliederzeitschrift DDH-M aktuell Ausgabe 1/2015


Jahresrückblick 2014

30. Dezember 2014 - 9:15

Das Jahr 2014 geht zu Ende und es war ein sehr erfolgreiches Jahr für die DDH-M.

Abbildung des GeschäftsberichtsWir haben Anfang 2014 unseren ersten Geschäftsbericht und Transparenzbericht veröffentlicht. Der Geschäftsbericht umfasst die Geschäftsjahre 2012 und 2013 und gibt auf 20 Seiten umfassend und transparent Auskunft darüber, was wir 2012 und 2013 gemacht haben. Sie können dort unsere Aktivitäten einsehen. Außerdem legen wir dort Rechenschaft ab über unsere Einnahmen und Ausgaben. Wir halten das für sehr wichtig, denn eine Selbsthilfeorganisation, die als gemeinnützig anerkannt ist, darf kein Selbstzweck sein. Das allem übergeordnete Ziel der DDH-M ist es, mehr für die Menschen mit Diabetes zu erreichen, insbesondere eine bessere Lebensqualität und eine bessere Versorgung. Hierzu werden uns insbesondere auch finanzielle Mittel anvertraut, die wir für diese Zwecke zu verwenden haben. Deswegen haben Sie als ehrenamtlich engagierte Menschen und Öffentlichkeit auch einen Anspruch diese Informationen zu bekommen. Leider sind wir die erste und einzige Selbsthilfeorganisation, die diese Daten veröffentlicht. Andere Selbsthilfeorganisationen machen das leider nicht. Auch für das Geschäftsjahr 2014 wird es im ersten Halbjahr 2015 wieder einen neuen Geschäftsbericht geben. Weiterlesen

Zum 1. Januar 2014 sind unsere gemeinsamen Mitgliedsbeiträge in Kraft getreten. In allen Landesverbänden und dem Bundesverband erhalten unsere Mitglieder seit dem dieselben Mitgliedsleistungen zu denselben Mitgliedsbeiträgen. Wenn ein Umzug ansteht, dann zieht DDH-M mit Ihnen um. Deswegen gibt es auch DDH-M aktuell für alle Vollmitglieder auf Bundesebene. Eine tolle Zeitschrift, die Sie über alle Neuigkeiten in der Diabetologie auf dem Laufenden hält und Sie auch über unsere Aktivitäten informiert. Im Juni 2014 teilte der Kirchheim Verlag mit, dass DDH-M aktuell eine Auflage von 13.000 Zeitschriften hat. Damit haben wir die größte Mitgliederzeitschrift im Diabetes-Bereich. Weiterlesen

Wir haben ein sehr ausführliches und intensives Gespräch mit der BAG-Selbsthilfe geführt. Die BAG-Selbsthilfe ist der Dachverband für Selbsthilfeorganisationen in Deutschland. Wir haben dort einen Mitgliedsantrag gestellt. Hierüber muss die Mitgliederversammlung der BAG-Selbsthilfe entscheiden. Das passiert immer am letzten April Wochenende. Aufgrund des Gespräches haben wir den Vorschlag der BAG-Selbsthilfe aufgenommen vor der Entscheidung noch ein paar Kleinigkeiten an der Satzung zu ändern. Diese Änderungen hat die Delegiertenversammlung in ihrer Sitzung am 1. November 2014 beschlossen. Mit der BAG-Selbsthilfe werden wir nun auch voran gehen und über unseren Mitgliedsantrag wird es Ende April 2015 eine Entscheidung geben. Weiterlesen

Die DDH-M hat auch beim zweiten Branchentreff Diabetes in Berlin teilgenommen. Organisiert wird der Branchentreff von Cognomed, jedes Mal nehmen hochrangige Vertreter aus Politik, Krankenkassen und Pharma-Unternehmen teil. Unser Vorstandsvorsitzender Jan Twachtmann hat zu dem Thema "Was wünscht sich der Patient?" ein Referat gehalten. Dieses kam bei allen Teilnehmern gut an und läutete noch einige Diskussionen am Rande der Veranstaltung ein. Weiterlesen

Logo des BVKDWir haben eine Kooperation mit dem Bundesverband Klinischer Diabetes-Einrichtungen (BVKD) gestartet. Mit dem BVKD zusammen wollen wir die Versorgungsqualität für die Menschen mit Diabetes im Krankenhaus verbessern und unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern interessante Fortbildungsprogramme anbieten. Weiterlesen

Seit längerem fordern wir einen Nationalen Diabetesplan, der die Versorgungsqualität zu verbessern hilft und uns auch bei unserer Arbeit unterstützt. Denn wir wissen derzeit nicht wieviele Menschen mit Diabetes es in Deutschland gibt, wo deren Probleme liegen und was sie für Folgeschäden haben. Außerdem kann ein gut ausgestattes Gesundheitssystem nicht arbeiten, ohne zu wissen, wieviele (Hilfs-)Mittel für wieviele Menschen benötigt werden. Wir haben mit einer umfangreichen Kampagne eine Bundesratsinitiative aus Schleswig-Holstein unterstützt.  Weiterlesen Die Kampagne war in einem ersten Schritt erfolgreich. Die Mehrheit der Bundesländer im Bundesrat sprach sich für den Nationalen Diabetesplan aus; leider ist das Votum unverbindlich für die Bundesregierung, es war aber ein richtiger und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Weiterlesen

In diesem Sommer haben wir das erste Mal, zusammen mit diabetesDE, zwei Feriencamps durchgeführt. Eines für Kinder und ein weiteres für Jugendliche in Brandenburg.

Wir haben dieses Jahr auch am Medtronic Junior Cup Diabetes teilgenommen. Der Medtronic Junior Cup Diabetes ist eine tolle Möglichkeiten für Kinder (Jungen und Mädchen) mit Diabetes, in einem Fußballturnier auf wirklich hohem Niveau gegen andere Jungen und Mädchen mit Diabetes aus Europa zu spielen. In Deutschland gab es zwei Auswahlturniere, bei denen DDH-M auch eine Mannschaft betreut hat. In Arnheim fand dann das Finale, die Weltmeisterschaft, statt. Leider konnte die deutsche Nationalmannschaft den Titel knapp nicht verteidigen. Weiterlesen

Teilgenommen haben wir auch beim Camp D, einem Jugendcamp für junge Menschen mit Diabetes, das zum dritten Mal von NovoNordisk organisiert worden ist. DDH-M hatte vor Ort einen Stand und wir waren die ganze Zeit vor Ort und haben gute, interessante Gespräche mit anderen jungen Menschen mit Diabetes geführt. Das Camp D ist eine wirklich herausragende Veranstaltung, denn so kommen junge Menschen aus allen Regionen Deutschlands zusammen und sehen, dass sie nicht alleine sind und andere in demselben Alter auch ähnliche Probleme haben. Das motiviert uns alle. Weiterlesen

Unser Landesverband Nordrhein-Westfalen hat das Projekt Diabetesberatung auf Rädern gestartet. Das Diabetes Info-Mobil hat sich insoweit auf Menschen mit Migrationshintergrund die aus sprachlichen oder anderen Hemmnissen tendenziell seltener zum Arzt gehen. Im Schnitt wird Typ-2 Diabetes 10 bis 15 Jahre zu spät erkannt, bei Migranten sieht das noch schlechter aus. Mit dem Diabetes Info-Mobil soll dies in dem Projekt Diabetesberatung auf Rädern zusammen mit dem VDBD verbessert werden. So werden insbesondere Diabetesberaterinnen eingebunden, die auch türkisch sprechen. Weiterlesen

Logo des DBSVAußerdem haben wir eine weitere Kooperation mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverand (DBSV) gestartet. Menschen mit Diabetes und Sehbehinderungen oder Blindheit sind in einer schwierigen Situation, da die vorhandenen Hilfsmittel weitestgehend ungeeignet sind. Blinde Menschen mit Diabetes können ihren Diabetes aber genauso gut behandeln, wie sehende. Hieran arbeiten wir nun gemeinsam. Weiterlesen Ein erster Schritt ist eine internationale Umfrage zu Augenproblemen, die von der International Diabetes Federation (IDF) sowie Bayer Healthcare unterstützt wird. Wir haben zudem eine Kampagne gestartet, um auf das Problem von blinden und sehbehinderten Menschen mit Diabetes aufmerksam zu machen: Experten fordern Blutzuckermessgeräte mit akustischen Signalen und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe fordert barrierefreie Apps

Wir haben im Oktober 2014 erstmalig auch ein Schulungsprogramm für unsere ehrenamtliche Mitarbeiter, insbesondere die Regionalbeauftragten, aufgelegt. Aufgrund des Bahnstreiks konnten leider relativ wenige nur zum Tagungshotel gelangen. Wir halten dies aber grundsätzlich für einen Erfolg und einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Wir werden dies fortsetzen und auch 2015 Weiterbildungen für die Selbsthilfe anbieten.

Auf der Delegiertenversammlung, die am 1. November mit einem Weiterbildungsangebot stattfand haben wir uns ein neues Logo gegeben. Das neue Logo betont wofür wir stehen, nämlich für Sie: Die Menschen mit Diabetes. Außerdem haben wir einige Satzungsänderungen vorgenommen, die Aktuelle Satzung finden Sie hier: Satzung Insbesondere haben wir, wie es andere moderne Organisationen schon länger haben, eine Schiedsordnung eingeführt. Unter dem nachfolgenden Link können Sie mehr erfahren und sich tolle Fotos ansehen. Weiterlesen

Neues Logo der DDH-M

Insgesamt kommen wir unseren Zielen näher. Am 13. November 2014 hat die Parlamentarische Staatssekretärin Frau Ingrid Fischbach eine Pressemitteilung herausgegeben und auf unsere Veranstaltung zum Weltdiabetestag hingewiesen. Weiterlesen Außerdem hat das ZDF unsere Kooperation mit dem BDSV aufgegriffen und auf die inzwischen dramatische Situation von blinden uns sehbehinderten Menschen mit Diabetes hingewiesen. Es stehen inzwischen keine wirklich verwendbaren Pens und I nsuli npumpen mehr für blinde und sehbehinderte Menschen mit Diabetes zur Verfügung und bei Blutzuckermessgeräten wird sich die Situation in Kürze vergleichbar darstellen, dabei brauchen gerade diese Menschen nutzbare Hilfsmittel und die Lösung ist einfach: Sprachausgabe Weiterlesen

Logo der DDH-M JugendAm 14. November 2014, dem Weltdiabetestag, haben wir ein einzigartiges Projekt in Deutschland gegründet: Die DDH-M Jugend. Die DDH-M Jugend ist eine Jugendvertretung, die die Interessen von jungen Menschen mit Diabetes in der Gesellschaft und Politik vertreten soll und auch in DDH-M für diese Interessen werben wird. Weiterlesen Wer Interesse hat mitzumachen und zwischen 14 und 30 Jahren alt ist, kann sich melden unter: jugend@ddh-m.de

Wir haben uns in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verstärkt und einen eigenen Landesverband gegründet, der in diesen Bundesländern eine starke Stimme für die Menschen mit Diabetes sein wird. Der Landesverband Mitteldeutschland (http://md.menschen-mit-diabetes.de) hat sich am 22. November 2014 gegründet. Wir glauben, dass wir damit den richtigen Weg gehen. DDH-M ist nun mit 5 Landesverbänden in 9 Bundesländern vertreten. Weiterlesen

Das erste Mal waren wir auch mit einem Stand auf dem Herbstkongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft vertreten. Wir haben dort viele wichtige Gespräche mit Diabetologen und Diabetesberatern geführt und waren wie auch zuvor beim Weltdiabetestag mit dabei. Dieses Mal fanden beide Veranstaltungen in Leipzig statt, kommendes Jahr werden wir beides in Düsseldorf durchführen. 

DDH-M hat derzeit über 17.000 Mitglieder mit stark steigender Tendenz!


Krankenkassenbeiträge sinken, dennoch könnte es teurer werden

9. Dezember 2014 - 9:59

Die Bundesregierung hat kürzlich ein Gesetz verabschiedet, dass die Beiträge der gesetzlichen Krankenkasse neu ordnet. Bisher war es so, dass die Arbeitnehmer einen Beitrag in Höhe von 8,2% und Arbeitgeber einen Beitrag in Höhe von 7,3% des Bruttogehaltes des Arbeitnehmers bezahlt haben. Insgesamt haben die Krankenkassen bisher also einen Beitrag in Höhe von 15,5% erhalten. Dieser Beitrag sinkt zum 1. Januar 2015 auf insgesamt 14,6% (7,3% Arbeitnehmer und 7,3% Arbeitgeber). Die meisten Krankenkassen werden mit diesem Beitrag jedoch nicht auskommen und können weiterhin einen Zusatzbeitrag erheben, der prozentual vom Einkommen erhoben und vom Arbeitgeber einbehalten wird. Die meisten Krankenkassen haben noch nicht entschieden, wie hoch dieser Zusatzbeitrag ausfallen wird. Sie werden das aber wohl im Dezember tun.

Versicherte, deren Krankenkasse einen hohen Zusatzbeitrag erheben, sollten sich überlegen, die Krankenkasse zu wechseln. Gesetzlich krankenversicherte Menschen können bedenkenlos von einer gesetzlichen Krankenkasse zu einer anderen gesetzlichen Krankenkasse wechseln. Die Grundleistungen sind bei allen Krankenkassen dieselben, hinzu kommen freiwillige Sonderleistungen, wie alternative Medizin oder Impfungen. Versicherte sollten die Leistungen gut vergleichen und dann zu einer Krankenkasse wechseln, die die gewünschten Leistungen bietet und preislich interessant ist. Bei dem Wechsel werden Diabetiker nicht nach der Diabetes-Erkrankung gefragt und erleiden keine Nachteile durch den Wechsel, insbesondere gibt es keine risikobedingten Aufschläge. Es besteht auch in jedem Fall auch durchgehender Versicherungsschutz. Menschen mit Diabetes, die eine Pumpe oder andere dauernde Hilfsmittel haben, sollten sich vorher bestätigen lassen, dass die bisherige Therapie ohne erneute Überprüfung fortgesetzt wird.

Auf Dauer wird es für die Versicherten eher teurer, es ist anzunehmen, dass einige Krankenkassen bereits im kommenden Jahr einen Zusatzbeitrag erheben der deutlich über den 0,9% liegt, die es zunächst günstiger wird. Die Krankenkassen können nun wesentlich freier über die Zusatzbeiträge entscheiden als bisher, daher ist es umso wichtiger, dass Versicherte gut vergleichen und ggf. wechseln.


ZDF greift unsere Forderung zur Unterstützung von blinden Menschen mit Diabetes auf

29. November 2014 - 16:44

Menschen mit Diabetes, die sehbehindert oder blind sind, haben nur eine beschränkte Auswahl an Hilfsmitteln. Inzwischen gibt es nur noch zwei Blutzuckermessgeräte, die von sehbehinderten oder blinden Menschen mit Diabetes genutzt werden können. Diese erfüllen aber inzwischen nicht mehr die Normen und werden bald nicht mehr erhältlich sein. Alternativen stehen nicht zur Verfügung, da die verbliebenen Messgeräte für eine sichere Therapie nicht geeignet sind (beispielsweise, weil sie nicht vertonen, wenn zu wenig Blut auf dem Teststreifen ist und falsche Messwerte ausgeben). Ähnlich sieht dies bei den I nsuli npumpen aus, eigentlich erfüllt nur die Deltec Cozmo die Anforderungen, die blinde Menschen mit Diabetes an I nsuli npumpen stellen. Die Deltec Cozmo wird allerdings nicht mehr hergestellt.

Wir haben zusammen mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) eine Kampagne gestartet und fordern gemeinsam die Hersteller auf, hier eine Barrierefreiheit zu schaffen. Das kann durch Pieptöne oder eine Sprachausgabe geschehen, die Blutzuckermessgeräte, die ohnehin mit dem iPhone gekoppelt werden könnten auch die Sprachausgabe des iPhones benutzen. Einer dieser Hersteller, der ein iPhone-kompatibles Messgerät vermarktet, das barrierefrei genutzt werden konnte, hat nach Bekanntwerden dieser Möglichkeiten die App so verändert, dass das Ergebnis der Blutzuckermessung von dem iPhone nicht mehr vorgelesen werden kann. Wir halten dies für absolut unverständlich.

Zum Welt-Diabetes-Tag hat das ZDF in dem Programm "Volle Kanne" unsere Forderungen aufgenommen und einen tollen Bericht hierzu veröffentlicht.

Zu dem Beitrag geht es hier: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2282604/


DDH-M gründet Jugendorganisation DDH-M Jugend

20. November 2014 - 14:26

Zum Weltdiabetestag am 14. November 2014 wurde von der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) eine Jugendvertretung gegründet; die DDH-M Jugend.

Die DDH-M Jugend ist eine Interessensvertretung für Teenager, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 14 und 30 Jahren. Mit der DDH-M Jugend möchten wir diese Altersgruppe in der Politik besser vertreten, denn junge Menschen haben andere Bedürfnisse als Erwachsene. Es ist uns auch wichtig, bestehende Veranstaltungen zu unterstützen, neue zu zu planen und aktiv dort aufzutreten, um die Angebote für junge Menschen zu vergrößern. Wir wollen auch die bereits vorhandenen Kontakte zu internationalen Organisationen, wie der International Diabetes Federation, darunter die Young Leaders in Diabetes, stärken, auszubauen und dort aktiv mitzuwirken. Außerdem wollen wir junge Menschen bei der Persönlichkeitsbildung unterstützen und Fortbildungen anbieten, damit sich junge Menschen aktiv im Bereich der Diabetes-Selbsthilfe engagieren und so an die Selbsthilfe heranzuführen. Auch die Verbesserung der Aufmerksamkeit auf die Krankheit ist ein großes Ziel der DDH-M Jugend; die Menschen wissen zu wenig über Diabetes und setzen Typ-1 Diabetes oft mit dem Typ-2 gleich. Hierbei soll Infomaterial erstellt werden, das auf die Probleme der jungen Menschen zugeschnitten ist. Wir wollen nach außen Stellungnahmen abgeben und über die Krankheit und ihre Auswirkungen aufklären.

Außerdem wollen wir ein großes Netzwerk junger Menschen mit Diabetes aufbauen, welches Deutschland durchzieht. Wir wollen Ansprechpartner auf Augenhöhe sein für Probleme, Sorgen und Fragen aller Art. Wir wollen hierbei die modernen Medien nutzen um eine Vernetzung bis in die Entferntesten Regionen Deutschlands aufzubauen. Die regionale Unterstützung von jungen Menschen ist uns wichtig und wir wollen versuchen möglichst bald auch regionale Aktivitäten und „Stammtische“ aufzubauen. Es ist uns hierbei auch wichtig, vorhandene Informationen zu Bündeln und schon Vorhandenes überregional zu verknüpfen.

Geleitet wird die DDH-M Jugend im ersten Jahr von einem dreiköpfigen Gremium bestehend aus Iris Eberspächer (Vorsitzende), Janina Wenzel (stellvertretende Vorsitzende) und Mira Schmidt (Finanzvorstand).

Du hast Interesse, Mitglied zu werden oder Dich aktiv zu beteiligen, um die Zukunft der DDH-M Jugend mitzubestimmen?

Dann melde Dich, wir freuen uns auf Deine Unterstützung!

Ansprechpartner sind: 
Iris Eberspächer (iris.eberspaecher@ddh-m.de),
Janina Wenzel (janina.wenzel@ddh-m.de) und
Mira Stuebing (mira.stuebing@ddh-m.de)


Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium erklärt die Bekämpfung des Diabetes zum Ziel

13. November 2014 - 12:17

Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium weist darauf hin, wie wichtig die Prävention und die Früherkennung von Diabetes ist. Sie erklärt die "Diabetes-Bekämpfung" zu einem der Hauptziele des Präventionsgesetzes.

Frau Fischbach weist in ihrer Pressemitteilung auch darauf hin, dass die zentrale Veranstaltung von diabetesDE und DDH-M zum Welt-Diabetes-Tag am 23. November 2014 in Leipzig stattfindet: "In Deutschland findet die diesjährige zentrale Veranstaltung zum Weltdiabetestag am 23. November 2014 und damit im direkten Anschluss an den Herbstkongress der Deutschen Diabetes-Gesellschaft im Leipziger Kongresszentrum statt. Sie steht unter dem Motto "Gemeinsam den Diabetes anpacken“. Mehr als 30 Expertinnen und Experten informieren rund um das Thema Diabetes mellitus. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm sorgt für Unterhaltung und im Ausstellerbereich werden Neuheiten vorgestellt. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von "diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe" und deren Mitglied, der Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes. Die Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert."

Die Pressemitteilung vom 13. November 2014 finden Sie hier: http://www.ingrid-fischbach.de/presse/artikel.php?id=3568

Man sieht an den Reaktionen der Politik – auch bei der Diabetes Charity Gala in Berlin – dass die gemeinsamen Aktionen von diabetesDE und DDH-M, wie Diabetes stoppen – JETZT! Früchte tragen und weitergeführt werden müssen. Nur mit diesen gemeinsamen Anstrengungen werden wir es schaffen für die Menschen mit Diabetes eine bessere Versorgung zu erhalten, Einzelkämpfer werden nicht erfolgreich.


Neue Systeme messen nicht direkt den Blutzucker - DDH-M und VDBD raten neue Glukosemessgeräte nur nach Schulung anzuwenden

11. November 2014 - 11:23

Logo des VDBDLogo DDH-MDer VDBD (Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland) und die DDH-M (Deutsche Diabetes Hilfe – Menschen mit Diabetes) begrüßen innovative Zuckermesssysteme für Menschen mit Diabetes, die die Menschen im täglichen notwendigen Selbstmanagement noch mehr unterstützen. Die Verbände vertreten jedoch die Auffassung, dass eine Schulung auf Blutzuckermessgeräte nicht ausreicht, um ein kontinuierliches Glukosemessgerät (CGM) oder ein Flash Glucose Messgerät (FGM) sicher anzuwenden.

Insbesondere erfahren Betroffene jenseits von vereinzelten Blutzuckermessungen, wie sich der Glukoseverlauf den Tag über verhält. Diese Informationen verbunden mit einem veränderten Messverfahren zwingt zu einer veränderten Interpretation der Messwerte. Daher sollte auf jeden Fall eine Anwenderschulung stattfinden, da Betroffene lernen müssen, mit den Messwerten/Informationen umzugehen, bzw. diese richtig zu interpretieren, um nicht therapeutisch "überzureagieren". Eine therapeutische Überreaktion könnte schwere Hypoglykämien hervorrufen und die Betroffenen  ernsthaft schädigen. Eine Schulung/Interpretationscoaching gehört in die Hände von Experten. Patienten sollten sich bei Fragen an ihr Diabetesteam wenden.

Da das System aktuell jedoch außerhalb der gesetzlichen Erstattungsmodalitäten vertrieben wird, bleibt individuell zu regeln, in wieweit der zeitliche Aufwand für die Schulung auf das System finanziell beglichen werden kann. Die Verbände fordern, dass die Krankenkassen reagieren und auch im eigenen Interesse bei medizinischer Indikation ein CGM/FGM Geräte bezahlen und für die nötigen Schulungen aufkommen.

Elisabeth Schnellbächer
Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD)
Jan Twachtmann
Deutsche Diabetes-Hilfe - Menschen mit Diabetes (DDH-M)

Delegiertenversammlung 2014 - mit neuem Logo noch näher an den Menschen mit Diabetes

10. November 2014 - 10:50

Am 1. November 2014 haben wir unsere diesjährige Delegiertenversammlung durchgeführt.

Wir haben rund um die Veranstaltung eine Fortbildungsveranstaltung durchgeführt, in denen die Themen "Neuigkeiten aus der Diabetologie" und das Thema "Schwerbehinderung" behandelt wurden. Der Rechtsanwalt Oliver Ebert informierte uns über die umfangreichen Neuerungen im Bereich des Schwerbehindertenrechts in den letzten paar Jahren, diese hatten erhebliche Auswirkungen, die dazu geführt haben, dass Menschen mit Diabetes heute häufig nur sehr schwer einen Schwerbehindertenausweis erhalten können. Der zweite Teil der Fortbildung wurde von Jolanta Wittek-Pakulo verantwortet, die uns einen sehr interessanten Einblick in die Vor- und Nachteile der neuen technologischen Anforderungen an die Diabetestherapie geben konnte und uns auch dargestellt hat, wie man sinnvoll mit Technologien wie einem CGM oder dem FGM umgehen kann. Diese Fortbildungen, die gut besucht waren, wurden von der DAK Gesundheit gefördert.

Auf der Delegiertenversammlung hat der Vorstand von den Aktivitäten im Jahr 2013 berichtet und einen ausführlichen Kassenbericht abgegeben, die zuvor auch von den gewählten Revisoren geprüft wurde (der gewählte Vorstand wurde einstimmig entlastet). Außerdem haben wir das Budget vorgestellt und diskutiert. Öffentlich werden wir die Ergebnisse im Geschäftsbericht 2014 vorstellen, der im Jahr 2015 erscheinen wird.

Der erweiterte Vorstand der DDH-M, der aus dem Bundesvorstand und den Landesvorsitzenden besteht, hat der Delegiertenversammlung auch ein leicht angepasstes Logo vorgeschlagen. Das Logo nimmt die Darstellungen aus dem bisherigen Logo auf, zeigt aber stärker wofür wir stehen: Die Menschen mit Diabetes! Das den Menschen behütende Dach bleibt im Logo als wichtiger Anker enthalten und auch den Text Deutsche Diabetes-Hilfe werden wir erhalten. Es hat sich in der Vergangenheit aber gezeigt, dass die Menschen mit Diabetes im Logo zu wenig beachtet werden. Das wollen wir im neuen Logo nun stärker betonen, denn wir stehen für "Mehr Lebensqualität" der Menschen mit Diabetes. Wir werden die Logos auf den Webseiten nun sukzessive anpassen.

Neues Logo der DDH-M

Wir haben außerdem die Satzung angepasst. Hier haben wir als größten Schritt eine moderne Schiedsordnung eingeführt, die Streitigkeiten – die bisher nicht bestehen – innerhalb des Vereins schlichten soll. Eine solche Schiedsordnung haben alle großen Vereine und auch Parteien. Die neue Satzung und die Schiedsordnung finden Sie hier: Satzung und Schiedsordnung Zusätzlich haben wir die bisherige Beitragsordnung um ein attraktives Modell von Fördermitgliedschaften ergänzt.

Ein Bild von der DelegiertenversammlungJan Twachtmann im Gespräch mit Delegierten und GästenRechtsanwalt Oliver Ebert beim VortragRechtsanwalt Oliver Ebert bei seinem VortragDer Vorsitzende bei der VersammlungsleitungJan Twachtmann führt durch die Versammlung

Die Delegierten in der PauseDie Delegierten in der PauseDie Delegierten in der PauseDie Geschäftsführerin von diabetesDE, Nicole Mattig-Fabian, bei ihrem VortragJoachim Riener in einer Diskussion mit einem anderen DelegiertenNicole Mattig-Fabian bei ihrem VortragNicole Mattig-Fabian berichtet über die Kampagnen von diabetesDEJan Twachtmann leitet die VersammlungJan Twachtmann stellt die nächste Referentin, die Diabetologin Jolanta Wittek-Pakulo, vor.Die Diabetologin Jolanta Wittek-Pakulo bei ihrem Vortrag.Die Diabetologin Jolanta Wittek-Pakulo bei ihrem Vortrag.Jan Twachtmann arbeitet in der Pause.Zwei Delegierte unterhalten sich.

Keine Insulin-Fertigpens mehr in Festbetragsgruppen

26. Oktober 2014 - 13:17

Worum geht es?

Der gemeinsame Bundesausschuss hat eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie beschlossen (Beschluss vom 18.09.2014). Dort sind Festbeträge für I nsuli ne geregelt. Bisher gab es dort eine Gruppe für Fertigpens, diese ist nun entfallen. Hierdurch wird die Verordnungsfähigeit massiv erschwert. Es ist zu befürchten, dass die Fertigpens als unwirtschaftlicher eingestuft werden, als herkömmliche Pens und damit eine Verordnungsfähigkeit gar ganz entfällt. Dabei sind die Kosten für die Fertigpens nur geringfügig höher.

Argumentation des Gemeinsamen-Bundesausschusses

Der Gemeinsame-Bundesausschuss argumentiert, es handele sich primär um eine persönliche Präferenz der Betroffenen und eine Schulung sei sowieso notwendig, dann könne man auch den Umgang mit einem nachfüllbaren Pen schulen. Es gäbe, so der Gemeinsame-Bundesausschuss weiter, keine Belege, dass es Patientengruppen gibt, die ausschließlich mit einem Fertigpen umgehen können.

Probleme für Menschen mit Diabetes

Für Menschen mit Sehbehinderungen oder blinde Menschen mit Diabetes ist der Umgang mit einem normalen Pen jedoch schwer, viele sind überfordert, wenn sie die I nsuli n-Patrone wechseln müssen. Mit einem Fertigpen kommen diese Menschen aber sehr gut zurecht.

Auch viele Menschen mit Diabetes, die nicht blind oder sehbehindert sind, haben auch Probleme den Umgang mit einem normalen nachfüllbaren Pen zu erlernen. Das sind oft auch ältere Menschen mit Diabetes, insbesondere, wenn sie den Umgang mit einem Pen im Alter neu erlernen müssen. Es gibt hier zahlreiche Gruppen von Menschen, für die die Therapie mit einem Fertigpen erheblich leichter ist.

Forderung

Die Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) schließt sich einer Forderung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) an (Pressemitteilung) und fordert den Beschluss anzupassen und sicherzustellen, dass Menschen mit Diabetes auch zukünftig Fertigpens zur Verfügung stehen.


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