DDH-M Neuigkeiten

Endlich ist es soweit, der CGM-Beschluss des G-BA ist veröffentlicht

6. September 2016 - 18:26

Lange haben wir gewartet, nun hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) den Beschluss des Gemeinsamen-Bundesausschusses über die Regel-Verordnungsfähigkeit von kontinuierlichen Glukosemesssystemen (CGM) veröffentlicht.

Der Beschluss ist damit wirksam und findet ab jetzt Anwendung. Dies betrifft auch alle laufenden Antrags-, Widerspruchs- und Klageverfahren; in allen muss der Beschluss in der jetzigen Fassung bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden.

Eine erste Einschätzung zu den Voraussetzungen hatten wir hier bereits veröffentlicht: CGM-Beschluss des G-BA

Mehr zu der Veröffentlichung des Beschlusses gibt es hier zu lesen: Auf die Plätze, fertig, CGM: Der CGM-Beschluss ist veröffentlicht und wirksam (Rechtsfragenblog.de)

Wer die Indikation für ein CGM erfüllt kann nun ein CGM beantragen. Wichtig ist es daher, einen gut formulierten und begründeten Antrag zu stellen, darüber hinaus sollte man mit dem Diabetologen zusammen objektiv die Indikation zu prüfen. Wir weisen insofern noch einmal auf den CGM-Antrag der AGDT (Arbeitsgemeinschaft Diabetes & Technologie der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)) hin, denn weiterhin wird nicht jeder ein CGM bekommen, sondern die Indikation wird genau geprüft werden.

Bei Fragen und Problemen unterstützen wird gerne.


Beach winD Trophy vom 5. - 6. November in Berlin

6. September 2016 - 10:18

Vom 5. bis 6. November findet erstmalig die Beach winD Trophy für Eltern mit Kindern mit Diabetes Typ 1 in Berlin statt. Unter Anleitung können alle Teilnehmenden ihre Ball-Fertigkeiten in Eurpaas größter Beachhalle ausbauen und ihre Kenntnisse in Bezug auf Diabetes erweitern. Und die Kids lernen spielerisch, wie sie Diabetes im Alltag und in Ausnahmesituationen wie etwa Turnieren besser managen. Weitere Infos finden Sie hier.


CGM-Beschluss des G-BA

16. Juni 2016 - 14:53

Tagesordnung des G-BADie gute Nachricht vorweg, der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, dass das Kontinuierliche Glukosemesssystem (CGM) zukünftig als Kassenleistung von der Krankenversicherung bezahlt werden soll. Die Vernunft siegt, die Lebensqualität kommt für Menschen mit Diabetes.

Hintergrund

Der G-BA beschließt auf Bundesebene, welche Leistungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnungsfähig sind. Hierzu gibt es Gutachten in Auftrag, in denen Nutzen und Wirtschaftlichkeit bewertet werden. Diese Gutachten werden von dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erstellt.

Der G-BA hat im Jahr 2011 festgestellt, dass es sich bei dem CGM um eine sogenannte Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode (NUB) handelt. Solche NUBs sind im ambulanten Bereich grundsätzlich – mit wenigen Ausnahmen – von der Versorgung ausgeschlossen (§ 135 Abs. 1 Satz 1 SGB V). Lediglich im stationären Bereich darf eine Versorgung erfolgen. Hintergrund ist der Schutz der Patienten und der Schutz der Finanzlage der Sozialversicherung (Wirtschaftlichkeit der Methode). Der G-BA hat deswegen das IQWiG mit der Bewertung beauftragt.

Das IQWiG hat bereits im Jahr 2015 festgestellt, dass ein Zusatznutzen für bestimmte Indikationen vorhanden ist. Der G-BA muss allerdings für die Verordnungsfähigkeit einen formalen Beschluss fassen. Vorgesehen war dieser ursprünglich für Herbst 2015, wurde dann jedoch verschoben.

Verschärft wurde die Situation dadurch, dass das Bundessozialgericht im Juli 2015 entschied, dass es sich bei dem CGM um einen NUB handelt und damit eine Verordnungsfähigkeit nur in Notfällen im Sinne von § 2 Abs. 1a SGB V zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden darf.

Der Beschluss

Heute, am 16.06.2016 hat der G-BA hierzu erneut getagt. An der Beschlussfassung haben wir teilgenommen.

Der zuständige Unterausschuss hat empfohlen, dass das CGM zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung im ambulanten Bereich verordnungsfähig sein soll und somit in den Hilfsmittelkatalog aufgenommen wird. Die bisher bekannten Voraussetzungen sind:

  • Intensivierte I nsuli ntherapie (ICT) oder Pumpentherapie (CSII)
    • sowohl bei Typ-1 als auch bei Typ-2 Diabetes
  • Schulung für das CGM, möglichst mit Erfahrung im CGM
  • medizinische Notwendigkeit um die Therapieziele zu erreichen oder zu halten
  • schwere Einstellbarkeit des Stoffwechsels ohne CGM
  • CGM mit Alarmfunktion
  • CGM mit kontinuierlicher Übertragung
  • Beachtung des Datenschutzes durch den Hersteller

Der Beschluss wurde vom Gremium des G-BA – in dem es keine stimmberechtigten Patientenvertreter gibt, was dringend geändert werden muss – einstimmig angenommen.

Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren Beschluss, dazu, dass das Bewertungsverfahren für die stationären Bereich mangels Relevanz eingestellt werden soll. Im stationären Bereich werden CGM jedoch nicht umfassend angewendet und es gab kein negatives Testat des G-BA, so dass eine Versorgung im stationären Bereich wegen § 137c Abs. 2 SGB V weiterhin möglich bleibt.

Hinweis: Den offiziellen Beschlusstext finden Sie unten in der Anlage.

Die offizielle Pressemitteilung finden Sie hier: Kontinuierliche Glukosemessung mit Real-Time-Messgeräten künftig GKV-Leistung für insulinpflichtige Diabetiker

Flash Glucose Monitoring (FGM)

Unserer Auffassung nach wird das FGM hiervon nicht berührt. Denn bei dem FGM handelt es sich um ein System, dass zwar dasselbe Messverfahren einsetzt, allerdings keine kontinuierliche Übertragung und keine Warnmeldungen verschafft. Eine Nutzenbewertung unter Berücksichtigung dieses Umstandes hat bisher nicht stattgefunden. Dies hat auch der G-BA betont und verlangt im Rahmen des jetzigen Beschlusses eine "Alarmfunktion". Wir vertreten jedoch die Ansicht, dass es sich bei dem FGM nicht um eine Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode (NUB) handelt, sondern um eine Weiterentwicklung der Blutzuckermessung. Dies wurde auch bereits in einem ersten positiven Urteil bestätigt: SG Konstanz, Anerkenntnisgerichtsbescheid vom 31.05.2016, S 8 KR 1870/15. Mehr Informationen dazu gibt es auf dem Blog von Rechtsanwalt Oliver Ebert: http://www.diabetes-und-recht.de/erstes-urteil-zu-freestyle-libre-patient-hat-anspruch-auf-kostenuebernahme/.

Sollte sich hierzu in der Rechtssprechung eine gegenteilige Auffassung durchsetzen müsste geprüft werden, ob ein neues Bewertungsverfahren erfolgen muss oder ob die Bewertung zum CGM ausreichend ist.

Stellungnahme

Wir begrüßen den Beschluss – soweit bisher bekannt – außerordentlich. Denn es wurde bereits befürchtet, dass eine Verordnungsfähigkeit nur in Fällen von schweren Verläufen wie in § 2 Abs. 1a SGB V beschrieben hergestellt wird. Dem ist nicht so, ausdrücklich soll das CGM auch dazu genutzt werden, die Therapieziele zu erreichen sowie diese zu halten. Das ist eine wichtige wegweisende Entscheidung, denn durch eine ausreichend gute Therapie können schwere Folgeschäden und -erkrankungen vermieden oder vermindert werden. Hierdurch steigt die Lebensqualität der Menschen mit Diabetes enorm, auf der anderen Seite spart aber auch die Gesellschaft viel Geld.

Die Einschränkungen auf Menschen mit Diabetes mit ICT und CSII ist sinnvoll, weil unter den anderen Therapieformen die Therapie zum einen mit herkömmlichen Mitteln noch nicht ausgeschöpft ist und zum anderen besonders Menschen unter diesen Therapien profitieren. Wichtig ist, dass es keine Einschränkung auf Typ-1er gibt, denn in vielen Fällen haben Typ-2er vergleichbare Bedürfnisse in der Therapie, wie die Typ-1er. Mit dem jetzigen Beschluss wird beiden gedient.

Auch die Notwendigkeit einer Schulung halten wir für essentiell. Denn ein CGM Verlauf ist etwas anderes als ein Blutzuckerwert, dieser muss entsprechend interpretiert und in die Therapieentscheidungen einfließen. Die Schulung ist auch notwendig, um das Wesentliche aus der Therapie herauszuholen.

Einzig unklar ist, wie die Krankenkassen und die Gerichte die Therapieziele einschätzen, die man sich setzen soll oder wie problematisch die Einstellung eines Blutzuckers sein muss, damit ein CGM in Betracht kommt. Hier muss die Praxis der Krankenkassen und die Bewertung der Gerichte in den zu entscheidenden Einzelfällen abgewartet werden. Derzeit sieht es jedoch positiv aus denn der G-BA hat ausdrücklich festgestellt:

Mit der rtCGM können die Blutglukoseselbstmessungen verringert und die Stoffwechsellage langfristig verbessert werden, ohne dass dabei das Risiko schwerer Unterzuckerungen in Kauf genommen werden muss. Dies gilt insbesondere dann, wenn die festgelegten individuellen Therapieziele zur Stoffwechseleinstellung ohne die Nutzung der rtCGM nicht erreicht werden können (Hervorhebung durch uns; vgl. Pressemitteilung G-BA vom 16.06.2016, https://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/623/, zuletzt abgerufen am 16.06.2016).

Im Übrigen war auch die Vermeidung von Folgeschäden ein Motiv:

„Mit Hilfe der kontinuierlichen interstitiellen Glukosemessung kann die Blutzuckereinstellung bei Diabetikern, die auf eine intensivierte I nsuli ntherapie angewiesen sind, deutlich verbessert werden. Selbst häufige Blutglukoseselbstmessungen mittels Teststreifen reichen manchmal nicht aus, gefährliche Unter- oder Überzuckerungen zu vermeiden. Eine gute individuelle Blutzuckereinstellung ist bei Diabetes aber immens wichtig, da nur so schwere Begleit- und Folgeerkrankungen vermieden oder verzögert werden können“, sagte Dr. Harald Deisler, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung (vgl. Pressemitteilung G-BA vom 16.06.2016, https://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/623/, zuletzt abgerufen am 16.06.2016).

Deutlich wird aber, dass die übliche Therapie (also ICT/Pumpe ohne CGM) ausgeschöpft sein muss. Anderenfalls wird es auch zukünftig kein CGM geben. Das muss dokumentiert und vom Arzt bestätigt werden. Auch die bisherige Therapie und die Schulungen sollten sorgfältig dokumentiert sein.

Unsere langjährige politische Arbeit auf allen Kanälen hat sich hier ausgezahlt.

Wie geht es weiter?

Der Beschluss wird nicht sofort wirksam. Das Bundesministerium für Gesundheit führt die Rechtsaufsicht über das IQWiG und deren Beschlüsse. Der Beschluss wird also nun dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zur Prüfung vorgelegt. Der Beschluss wird erst wirksam, wenn das BMG die "Nichtbeanstandung" feststellt. Danach wird der Beschluss im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist dann endgültig wirksam und für alle Seiten verbindlich. Die Frist für die Beanstandung beträgt ab der Vorlage durch den G-BA zwei Monate. Das bedeutet, dass der Beschluss spätestens in rund zwei Monaten veröffentlicht werden kann. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass das BMG den Beschluss beanstandet.

Haben Sie noch Fragen?

Sofern Sie noch Fragen haben, können Sie sich gerne an unsere Geschäftsstelle wenden. Die Fragen werden von Herrn Rechtsanwalt Jan Twachtmann beantwortet. Herr Twachtmann leitet den Verein DDH-M ehrenamtlich und arbeitet beruflich in einer Kanzlei, die sich auf Medizin- und Sozialrecht spezialisiert hat. Herr Twachtmann beantwortet Ihre Fragen gerne.

Aktualisierungen

Die finale Fassung des Beschlusses ist noch nicht veröffentlicht. Aktuelle Meldungen und Neuigkeiten werden wir hier regelmäßig einpflegen und es hier vermerken.

Aktualisierung 16.06.2016 – 16:41 Uhr:

Rechtsanwalt Oliver Ebert hat die Entscheidung ausführlich kommentiert: http://www.diabetes-und-recht.de/kontinuierliche-glukosemessung-wird-kassenleistung/

Aktualisierung 16.06.2016 – 16:50 Uhr:

Beschlusstext eingefügt.

Aktualisierung 16.06.2016 – 17:24 Uhr:

Stellungnahme ergänzt


BZ-Messgeräte Hersteller unterdrückt unliebsame Testergebnisse

15. Mai 2016 - 12:45

Das Institut für Diabetes-Technologie Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH an der Universität Ulm (IDT) testet Blutzuckermessgeräte sowie andere Medizinprodukte im Auftrag der Hersteller, aber auch auf eigene Initiative. Im Jahr 2015 wurde die IDT Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert und von der Zentralstelle der Länder für Gesundheitsschutz bei Arzneimitteln und Medizinprodukten (ZLG) anerkannt.

Ein Medizinproduktehersteller, der seine Blutzuckermessgeräte und dazugehörige Teststreifen über einen Discounter verbreitet schnitt zuletzt schlecht ab. „Wir haben eine Teststreifencharge des Messsystems nach der zutreffenden Norm ISO 15197 getestet“, berichtet Dr. med. Guido Freckmann. „Das IDT ist ein akkreditiertes Prüflabor, das alle Messungen nach höchsten wissenschaftlichen Standards durchführt.“ Das Institut kam zu einem mangelhaften Ergebnis. „Besonders im niedrigen Blutzuckerbereich lagen die Messwerte deutlich zu hoch und waren geeignet, eine drohende Unterzuckerung zu verschleiern“, erläutert Professor Dr. Lutz Heinemann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Technologie der DDG. Die Produkte hatten Werte angegeben, die im Durchschnitt um 16 Prozent überhöht waren. „Dies stellt eine Patientengefährdung dar, beispielsweise wenn der Patient eine Autofahrt beginnen möchte“, erläutert der DDG Experte.

Um dem Hersteller den Rückruf der betroffenen Charge zu ermöglichen meldete das IDT die Ergebnisse dem Hersteller und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Ein Rückruf oder eine Warnung hat der Hersteller jedoch nicht herausgegeben, sondern dem IDT unter dem Aktenzeichen 27 O 200/16 (LG Berlin) die Veröffentlichung der Ergebnisse verboten.

Hier geht es offenbar um Marktmacht“, bilanziert DDG Präsident Gallwitz. „Das ist insofern skandalös, als die Sicherheit der Patienten dem Kommerz geopfert wird.

Dies können wir nur unterstreichen, offenbar ist hier einem Unternehmen der Umsatz wichtiger als die Gesundheit von Menschen! Hier wäre ein Rückruf und eine Information der betroffenen Patienten zwingend erforderlich gewesen, wie es bei anderen Medizinprodukteherstellern auch regelhaft erfolgt.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

Ergänzung 26.06.2016: Der Bayerische Rundfunk hat hierzu einen umfangreichen Bericht veröffentlicht, in dem auch der Händler genannt wird. http://www.br.de/nachrichten/diabetes-blutzuckermessgeraet-versagt-100.html


Youth Leadership Camp in Zypern

2. Mai 2016 - 21:58

Diabetes-Camp auf Zypern – 11. bis 17. Juli 2016 in Agros

Mit den Young Leaders der IDF – Internationale Diabetes Federation in Zypern campen? Das ist möglich: Wenn Du Typ-1-Diabetes, gute Englischkenntnisse hast und zwischen 18-30 Jahren alt bist, dann bewirb Dich jetzt für das IDF Europe Youth Leadership Camp, vom 11.-17. Juli 2016 in Agros auf Zypern.

Sport, Spaß, gemeinsame Abende und eine Menge neuer Informationen zum Typ-1-Diabetes und zur Arbeit der Young Leaders der IDF, die in Workshops und Seminaren angeboten werden, warten auf Euch. Ein unvergessliches Event mit jungen Leuten, die eines verbindet, Diabetes und das Interesse etwas zu bewegen. Jetzt den Rucksack packen und anmelden!

Das Anmeldeverfahren für das Camp ist bis zum 9. Mai befristet.

Mehr Informationen und den Anmeldebogen findet Ihr hier:
Anmeldebogen: IDF Europe Youth Leadership Camp
Informationen: www.rodonhotel.com


Werben Sie neue Mitglieder und fahren Sie nach Berlin!

27. Januar 2016 - 6:00

Selbsthilfe lebt von Gemeinschaft. Und Gemeinschaft ist nicht denkbar ohne Menschen, die mitmachen, die sich engagieren und die eine Sache unterstützen. 
Sind Sie mit der Arbeit der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) zufrieden, so wie die meisten Mitglieder in einer aktuellen Umfrage? Dann sagen Sie es weiter! Überzeugen Sie Freunde, Verwandte und Bekannte von den Vorteilen einer Mitgliedschaft!

Unser Dankeschön an den eifrigsten Werber

Für eifrige Werber winkt ein attraktiver Preis: Das Mitglied, das die meisten Neumitgliederim Aktions-Zeitraum 01. Februar 2016 bis 30. April 2016 gewinnt, laden wir mit einer Begleitperson nach Berlin ein (Anreise und Übernachtung für zwei Personen). 
Sie haben die Wahl: Entweder nehmen Sie als Zuschauen oder Mitspieler am  Rückspiel FC Bundestag vs. FC Diabetologie am 31. Mai 2016 teil und besuchen danach die 3. Halbzeit, einer Podiumsdiskussion mit den Politikern, oder Sie wählen den 21. Juni 2016 und nutzen die Gelegenheit, gemeinsam mit den Spielern beider Mannschaften im VIP-Bereich der EM-Fanmeile am Brandenburger Tor das Spiel Nordirland gegen Deutschland anzuschauen. Entscheiden Sie, welchen Tag Sie bevorzugen!

Und so geht's

  • Überzeugen Sie Ihre Freunde, Bekannten und Verwandten von den Vorteilen einer Mitgliedschaft bei der DDH-M (hier finden Sie Argumente für eine Mitgliedschaft)
  • Das Neumitglied füllt den Mitgliedsantrag aus. Dabei vermerkt er/sie, wer ihn/sie geworben hat – entweder direkt auf dem Mitgliedsbeitrag oder per E-Mail an die Mitgliederbetreuung (bei Mitgliedschaft auf Bundesebene schreiben Sie an info(at)ddh-m(punkt)de; bei Mitgliedschaft in einem Landesverband finden Sie die E-Mail-Adressen bei den entsprechenden Landesverbänden).
  • Die Mitgliederbetreuung erfasst bei jedem eingehenden Mitgliedsantrag, ob ein Werber vermerkt ist. BITTE BEACHTEN SIE: Jedes Neumitglied kann nur einmal gewertet werden. Werber kann nur eine Person sein, nicht aber aber eine Selbsthilfegruppe. Nur Mitglieder von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe aus allen drei Gruppen (Betroffene, Ärzte, Berater) können bei der Aktion mitmachen.
  • Nach Ende der Aktion zählen wir aus, wer die meisten Mitglieder gewonnen hat und benachrichtigen den Sieger.

 

Welche Mitgliedschaft zählt?

Jede/r, der im Zeitraum 01. Februar 2016 bis 30. April 2016 neu Mitglied bei der DDH-M wird, zählt im Rahmen der Aktion als Neumitglied. Dies umfasst alle Arten der Mitgliedschaft (Vollmitglied, Basismitglied, Mitglied über eine Selbsthilfegruppe) und die Mitgliedschaft in allen Verbänden der DDH-M, sowohl auf Bundesebene als auch in den Landesverbänden.

Entscheidend für den Stichtag ist der Eingang des Mitgliedsantrags in den Geschäftsstellen der Bundes- und Landesverbände. 

Wie kann ich Mitglied werden?

Wenn Sie Mitglied bei der DDH-M werden möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Entweder füllen Sie den Mitgliedsflyer aus, den Sie hier herunterladen können. Oder Sie werden online Mitglied.

Wir danken dem Kirchheim-Verlag für die freundliche Unterstützung unserer Mitgliederaktion.


Jahresbericht 2014 erschienen

14. Dezember 2015 - 8:44

Abbildung des Covers des Geschäftsberichts 2014.Mit leichter Verspätung haben wir nun den Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2014 veröffentlicht.

Wir möchten mit diesem Bericht über unsere Tätigkeiten im abgelaufenen Jahr berichten. Außerdem wollen wir gegenüber der Öffentlichkeit transparent über die Einnahmen und Ausgaben, die Mittelherkünfte sowie die Mittelverwendung berichten.

Erstmals haben wir im Jahr 2014 auch freiwillig eine Bilanz erstellt. Für gemeinnützige Vereine reicht es in der Regel aus, wenn diese eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung erstellen. Damit kann man aber wenig transparent nach außen berichten. Wegen dieser fehlenden Transparenz bei einer reinen Einnahmen- und Ausgabenrechnung müssen große Unternehmen und Kapitalgesellschaften zwingend bilanzieren. Wir machen das freiwillig, weil wir nichts zu verbergen haben und diese zusätzliche Transparenz für Spender, Sponsoren, die Politik und Interessierte schaffen möchten. Die Bilanz sowie die Einnahmen und Ausgabenrechnung wurden von einem Steuerbüro erstellt und unter korrekter Anwendung der steuerlichen Vorschriften geprüft.

Leider sind wir die einzige gemeinnützige Selbsthilfeorganisation, die sich an diese Standards hält. Außerdem haben wir uns freiwillig von Transparency International zertifizieren lassen und nehmen an der Initiative Transparente Zivilgesellschaft teil.

Sie können dem Geschäftsbericht insbesondere auch entnehmen, von welchen Institutionen und Unternehmen wir im Jahr 2014 Zuwendungen erhielten.

Den Jahresbericht können Sie hier herunterladen: http://ddhm.de/geschaeftsbericht (PDF-Datei | 6 MB)


DDH-M aktuell 6/2015: Auf ein Neues! – Nur Mut!

1. Dezember 2015 - 9:03

Sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, eher die risikofreudige Kämpfernatur oder der harmoniebedürftige Typ auf dem Beobachterposten? Sie haben sich noch nie Gedanken darüber gemacht? Dann bekommen Sie vielleicht einen kleinen Motivationsschub, wenn Sie unsere Beiträge über den Umgang mit der Diabeteserkrankung an einem Risikoarbeitsplatz oder den Kampf mit dem inneren Schweinehund beim Marathonlauf in Köln lesen. Es gibt auch bestimmte Lebensabschnitte, die es einem nicht immer leicht machen. Davon können Frauen in den Wechseljahren ein Lied singen, erst recht, wenn sie zusätzlich noch einen Diabetes haben.

Diabetes ist einer der Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen. In Münster informierte darüber die Jahrestagung der Gefäßmediziner, deren Verband künftig verstärkt mit der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes zusammenarbeiten wird. Auf der Diabetes-Charity-Gala von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe in Berlin wurden in diesem Jahr wieder der Thomas- Fuchsberger-Preis an einen Menschen verliehen, der sich um Diabeteserkrankte verdient gemacht hat, sowie Spendenprojekte vorgestellt, die Menschen mit Diabetes zugutekommen.

Wie mutige Menschen mit Diabetes anderen Menschen mit Diabetes Mut machen können und damit ganz viel Gutes bewirken, lesen Sie im Interview mit Dorothee Paape, der Jugendreferentin aus Bremen. Darüber hinaus lesen Sie auch in dieser Ausgabe wieder Aktuelles aus Therapie und Forschung.

Der Kirchheim-Verlag stellt Ihnen auch dieses Jahr in seiner Beilage „Winter entspannt & fit genießen“ leicht bekömmliche Rezepte vor. In diesem Heft finden Sie auch eine Fülle an Tipps und Expertenempfehlungen.

Danke!

An dieser Stelle möchte ich mich bei all jenen, die in ihrem Ehrenamt im Kleinen wie im Großen wertvolle Arbeit geleistet und damit Verantwortung im Rahmen der Diabetesselbsthilfe übernommen haben, ganz herzlich dafür bedanken. Ein besonderer Dank gilt auch all den Autoren, die unsere Zeitschrift neben ihrem üblichen Tagesgeschäft mit ihren Beiträgen kenntnisreich und tatkräftig unterstützen, weil ihnen die Menschen, die es lesen, wichtig sind. All das ist nicht selbstverständlich und verdient unseren Dank.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich eine harmonische Weihnachtszeit und alles Gute für das neue Jahr. Zeigen Sie Mut, trauen auch Sie sich, als Mensch mit Diabetes mehr gesellschaftliche Verantwortung im Einsatz für eine gute Diabetesversorgung zu übernehmen! Vielleicht ist das ein gutes Ziel für das neue Kalenderjahr: Werden Sie aktiv und bewegen Sie auch andere Betroffene, in die Selbsthilfe zu gehen!

Titelblatt der Ausgabe 6/2015 der Mitgliederzeitschrift DDH-M aktuell.Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 6/2015 der Mitgliederzeitschrift DDH-M aktuell


Viele Gespräche bei der DDG-Herbsttagung und dem Weltdiabetestag

9. November 2015 - 11:37

Am 6. und 7. November 2015 waren wir bei der DDG-Herbsttagung. Die Herbsttagung ist eine Fachtagung für Diabetologen, Wissenschaftler und Diabetesberater, die von unserem Partner, der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) zwei Mal jährlich ausgerichtet wird. Für die Fachleute gibt es zahlreiche Vortragsveranstaltungen. An unserem Stand haben wir die Diabetologen und Diabetesberater über die Arbeit haben wir die Diabetologen und Diabetesberater über die Arbeit und die Wichtigkeit der Selbsthilfe informiert. Außerdem haben wir dafür geworben, die Selbsthilfe zu unterstützen und die Menschen mit Diabetes bei Schulungen und den regelmäßigen ärztlichen Kontrollen auf die Selbsthilfe hinzuweisen. Denn nur rund 0,6% der Menschen mit Diabetes sind in der Selbsthilfe organisiert. Die politischen und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen werden aber zunehmend schlechter, um dies abzufedern bedarf es einer starken Selbsthilfe. Wir haben unter dem Motto "Verordnen Sie Selbsthilfe" viele anregende und spannende Gespräche geführt.

Standbetreuung der DDH-M bei der DDG-HerbsttagungStand der DDH-M bei der DDG-HerbsttagungFrau Schneider im Gespräch bei der DDG-HerbsttagungStandbetreuung der DDH-M bei der DDG-Herbsttagung

Bereits vor dem Beginn der DDG-Herbsttagung wurde der Vorstand unserer Dachorganisation diabetesDE neu gewählt. Außerdem hat die Delegiertenversammlung einige Satzungsänderungen beschlossen. Aus dem Vorstand ausgeschieden ist Alois Michel. Er hatte bis zu diesem Zeitpunkt die Betroffenen im Vorstand von diabetesDE vertreten. Alois Michel ist auch Landesvorsitzender unserer Landesverbandes Rheinland-Pfalz und hat über viele Jahre eine hervorragende Arbeit in dem Vorstand unserer Dachorganisation geleitet, viele Wege geebnet und vieles vorangetrieben. Dafür möchten wir ihm danken. Zurecht wurde er auch von dem alten und neuen Vorstandsvorsitzenden Prof. Thomas Danne sowie der Geschäftsführerin Frau Nicole Mattig-Fabian für seine Arbeit geehrt. Herr Michel wollte einem jüngeren Betroffenen Platz machen; neu gewählt wurde Bastian Hauck.

Herr Michel wird von Frau Mattig-Fabian und Herrn Prof. Danne geehrt

Am 8. November 2015 fand die deutsche Großveranstaltung zum Weltdiabetestag in Düsseldorf statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung wie üblich von der DDH-M zusammen mit diabetesDE. Rund 4.000 Besucher konnten zahlreichen spannenden Vorträgen lauschen, in denen es um neue Hilfsmittel und Therapien sowie rechtlichen Aspekten ging. Außerdem gab es hochspannende Diskussionsrunden und ein Konzert des Shanty-Chors LUV & LEE Kiel.

Wir haben mit den vielen Betroffenen Gespräche geführt, in welchen wir unsere Arbeit und die politische Vertretung der deutschen Selbsthilfe vorstellten und die Betroffenen zu vielen Problemen beraten konnten.

Stand der DDH-M bei dem Weltdiabetestag in DüsseldorfStand der DDH-M bei dem Weltdiabetestag in DüsseldorfStand der DDH-M bei dem Weltdiabetestag in Düsseldorf mit zahlreichen BesuchernStand der DDH-M bei dem Weltdiabetestag in Düsseldorf mit zahlreichen BesuchernFrau Schneider im Gespräch mit BesuchernHerr Schlomann im Gespräch mit einer BesucherinFrau Schneider im Gespräch mit einer Besucherin


Bleiben auch Sie mit am Ball! (DDH-M aktuell 5/2015 erschienen)

1. Oktober 2015 - 8:48

… und sagen Sie es anderen weiter! Denn je mehr von Diabetes betroffene Menschen am Ball sind, d. h., je mehr Betroffene sich als Mitglieder in DDH-M organisieren, umso stärker kann die Selbsthilfe sich gegenüber politischen Entscheidungsträgern positionieren und für die Belange der Menschen mit Diabetes eintreten. Und dazu kann auch jedes einzelne Mitglied beitragen. Übermitteln auch Sie diese Botschaft weiter an Ihre Freunde und Nachbarn, Familienmitglieder und Kollegen. Und Einsatz ist auf jeder Ebene von Bedeutung. Gerade regional kann viel bewirkt werden, um politische Aufmerksamkeit und damit Gehör zu erlangen. Lesen Sie mehr dazu auf den Regionalseiten.

Ebenfalls „am Ball“ war auch das Diabetes-Info-Mobil im Rahmen des von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und dem DDH-M Landesverband NRW durchgeführten Projektes „Diabetesberatung auf Rädern“, als der Bundesgesundheitsminister zum Tag der offenen Tür in sein Ministerium einlud. Berlin war diese Reise wert: viele gut gelaunte Menschen, über 200 Testpersonen, hoher Beratungsbedarf. Ein eingespieltes Projektteam freute sich zudem über ambitionierte Gespräche und Fotos mit den Vertreter/innen aus dem Staatssekretariat des BMG. Einen Eindruck über diese Veranstaltung vermittelt unsere Bildergalerie.

Unter dem Motto „Diabetes gemeinsam managen“ wird am 8. November 2015 im Congress Center Düsseldorf (CCD) der Weltdiabetestag begangen. Mehr über die Themen, neue Aktionen und das „prominente“ Rahmenprogramm finden Sie in unserer Ankündigung auf Seite 10. Nutzen Sie diese Gelegenheit und holen Sie sich Anregungen für Ihren alltäglichen Umgang mit Ihrem Diabetes.
Was die Ernährung betrifft, haben sich die Alltagsgewohnheiten im Laufe der Zeit stark verändert. Beruf, Hobbys, Lebensalltag nehmen Einfluss auf die Art, wie und wann wir Menschen uns ernähren. Darauf müssen sich auch Typ-1-Diabetiker einstellen. Prof. Dr. med. Andreas Fritsche vom Universitätsklinikum Tübingen klärt in seinem Beitrag „Diabetesmanagement trifft auf Ernährungswandel“ in unserem Titelthema darüber auf, dass dies kein Hexenwerk, sondern eine gut lösbare Aufgabe ist.

Unsere Schulungsserie widmet sich in dieser Ausgabe der Typ-2-Schulung ohne I nsuli n. In unserem Beitrag über Soziales geht es um Diabetes und Schwerbehinderung im Berufsleben. Aktuelle Infos zum Marktstopp des I nsuli ns degludec (Tresiba) finden Sie ebenfalls in diesem Heft.

Weiter geht es auch mit dem 2. Teil des Reiseberichts durch das Amazonasgebiet. Wilma Busse berichtet von der Begegnung mit Einheimischen, dem Dschungel, der Tierwelt und einer Notfallübung im Regenwald.

Frisch nach der Getreideernte nimmt Huberta Eder in ihren Rezepten nicht nur die Getreidesorten „auf’s Korn“ und lehrt uns, künftig bei der Mehlauswahl genauer hinzuschauen, sondern offeriert uns auch verlockende Leckereien dazu.

Jetzt sind Sie am Ball!
Viel Spaß bei der Lektüre!
Ihre Chefredakteurin
Ursula Breitbach

Abbildung des Titelblatts der DDH-M aktuell, Ausgabe 5/2015Abbildung des Inhaltsverzeichnisses der DDH-M aktuell, Ausgabe 5/2015


Seiten