DDH-M Neuigkeiten

BZ-Messgeräte Hersteller unterdrückt unliebsame Testergebnisse

15. Mai 2016 - 12:45

Das Institut für Diabetes-Technologie Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH an der Universität Ulm (IDT) testet Blutzuckermessgeräte sowie andere Medizinprodukte im Auftrag der Hersteller, aber auch auf eigene Initiative. Im Jahr 2015 wurde die IDT Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert und von der Zentralstelle der Länder für Gesundheitsschutz bei Arzneimitteln und Medizinprodukten (ZLG) anerkannt.

Ein Medizinproduktehersteller, der seine Blutzuckermessgeräte und dazugehörige Teststreifen über einen Discounter verbreitet schnitt zuletzt schlecht ab. „Wir haben eine Teststreifencharge des Messsystems nach der zutreffenden Norm ISO 15197 getestet“, berichtet Dr. med. Guido Freckmann. „Das IDT ist ein akkreditiertes Prüflabor, das alle Messungen nach höchsten wissenschaftlichen Standards durchführt.“ Das Institut kam zu einem mangelhaften Ergebnis. „Besonders im niedrigen Blutzuckerbereich lagen die Messwerte deutlich zu hoch und waren geeignet, eine drohende Unterzuckerung zu verschleiern“, erläutert Professor Dr. Lutz Heinemann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Technologie der DDG. Die Produkte hatten Werte angegeben, die im Durchschnitt um 16 Prozent überhöht waren. „Dies stellt eine Patientengefährdung dar, beispielsweise wenn der Patient eine Autofahrt beginnen möchte“, erläutert der DDG Experte.

Um dem Hersteller den Rückruf der betroffenen Charge zu ermöglichen meldete das IDT die Ergebnisse dem Hersteller und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Ein Rückruf oder eine Warnung hat der Hersteller jedoch nicht herausgegeben, sondern dem IDT unter dem Aktenzeichen 27 O 200/16 (LG Berlin) die Veröffentlichung der Ergebnisse verboten.

Hier geht es offenbar um Marktmacht“, bilanziert DDG Präsident Gallwitz. „Das ist insofern skandalös, als die Sicherheit der Patienten dem Kommerz geopfert wird.

Dies können wir nur unterstreichen, offenbar ist hier einem Unternehmen der Umsatz wichtiger als die Gesundheit von Menschen! Hier wäre ein Rückruf und eine Information der betroffenen Patienten zwingend erforderlich gewesen, wie es bei anderen Medizinprodukteherstellern auch regelhaft erfolgt.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

Ergänzung 26.06.2016: Der Bayerische Rundfunk hat hierzu einen umfangreichen Bericht veröffentlicht, in dem auch der Händler genannt wird. http://www.br.de/nachrichten/diabetes-blutzuckermessgeraet-versagt-100.html


Youth Leadership Camp in Zypern

2. Mai 2016 - 21:58

Diabetes-Camp auf Zypern – 11. bis 17. Juli 2016 in Agros

Mit den Young Leaders der IDF – Internationale Diabetes Federation in Zypern campen? Das ist möglich: Wenn Du Typ-1-Diabetes, gute Englischkenntnisse hast und zwischen 18-30 Jahren alt bist, dann bewirb Dich jetzt für das IDF Europe Youth Leadership Camp, vom 11.-17. Juli 2016 in Agros auf Zypern.

Sport, Spaß, gemeinsame Abende und eine Menge neuer Informationen zum Typ-1-Diabetes und zur Arbeit der Young Leaders der IDF, die in Workshops und Seminaren angeboten werden, warten auf Euch. Ein unvergessliches Event mit jungen Leuten, die eines verbindet, Diabetes und das Interesse etwas zu bewegen. Jetzt den Rucksack packen und anmelden!

Das Anmeldeverfahren für das Camp ist bis zum 9. Mai befristet.

Mehr Informationen und den Anmeldebogen findet Ihr hier:
Anmeldebogen: IDF Europe Youth Leadership Camp
Informationen: www.rodonhotel.com


Werben Sie neue Mitglieder und fahren Sie nach Berlin!

27. Januar 2016 - 6:00

Selbsthilfe lebt von Gemeinschaft. Und Gemeinschaft ist nicht denkbar ohne Menschen, die mitmachen, die sich engagieren und die eine Sache unterstützen. 
Sind Sie mit der Arbeit der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) zufrieden, so wie die meisten Mitglieder in einer aktuellen Umfrage? Dann sagen Sie es weiter! Überzeugen Sie Freunde, Verwandte und Bekannte von den Vorteilen einer Mitgliedschaft!

Unser Dankeschön an den eifrigsten Werber

Für eifrige Werber winkt ein attraktiver Preis: Das Mitglied, das die meisten Neumitgliederim Aktions-Zeitraum 01. Februar 2016 bis 30. April 2016 gewinnt, laden wir mit einer Begleitperson nach Berlin ein (Anreise und Übernachtung für zwei Personen). 
Sie haben die Wahl: Entweder nehmen Sie als Zuschauen oder Mitspieler am  Rückspiel FC Bundestag vs. FC Diabetologie am 31. Mai 2016 teil und besuchen danach die 3. Halbzeit, einer Podiumsdiskussion mit den Politikern, oder Sie wählen den 21. Juni 2016 und nutzen die Gelegenheit, gemeinsam mit den Spielern beider Mannschaften im VIP-Bereich der EM-Fanmeile am Brandenburger Tor das Spiel Nordirland gegen Deutschland anzuschauen. Entscheiden Sie, welchen Tag Sie bevorzugen!

Und so geht's

  • Überzeugen Sie Ihre Freunde, Bekannten und Verwandten von den Vorteilen einer Mitgliedschaft bei der DDH-M (hier finden Sie Argumente für eine Mitgliedschaft)
  • Das Neumitglied füllt den Mitgliedsantrag aus. Dabei vermerkt er/sie, wer ihn/sie geworben hat – entweder direkt auf dem Mitgliedsbeitrag oder per E-Mail an die Mitgliederbetreuung (bei Mitgliedschaft auf Bundesebene schreiben Sie an info(at)ddh-m(punkt)de; bei Mitgliedschaft in einem Landesverband finden Sie die E-Mail-Adressen bei den entsprechenden Landesverbänden).
  • Die Mitgliederbetreuung erfasst bei jedem eingehenden Mitgliedsantrag, ob ein Werber vermerkt ist. BITTE BEACHTEN SIE: Jedes Neumitglied kann nur einmal gewertet werden. Werber kann nur eine Person sein, nicht aber aber eine Selbsthilfegruppe. Nur Mitglieder von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe aus allen drei Gruppen (Betroffene, Ärzte, Berater) können bei der Aktion mitmachen.
  • Nach Ende der Aktion zählen wir aus, wer die meisten Mitglieder gewonnen hat und benachrichtigen den Sieger.

 

Welche Mitgliedschaft zählt?

Jede/r, der im Zeitraum 01. Februar 2016 bis 30. April 2016 neu Mitglied bei der DDH-M wird, zählt im Rahmen der Aktion als Neumitglied. Dies umfasst alle Arten der Mitgliedschaft (Vollmitglied, Basismitglied, Mitglied über eine Selbsthilfegruppe) und die Mitgliedschaft in allen Verbänden der DDH-M, sowohl auf Bundesebene als auch in den Landesverbänden.

Entscheidend für den Stichtag ist der Eingang des Mitgliedsantrags in den Geschäftsstellen der Bundes- und Landesverbände. 

Wie kann ich Mitglied werden?

Wenn Sie Mitglied bei der DDH-M werden möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Entweder füllen Sie den Mitgliedsflyer aus, den Sie hier herunterladen können. Oder Sie werden online Mitglied.

Wir danken dem Kirchheim-Verlag für die freundliche Unterstützung unserer Mitgliederaktion.


Jahresbericht 2014 erschienen

14. Dezember 2015 - 8:44

Abbildung des Covers des Geschäftsberichts 2014.Mit leichter Verspätung haben wir nun den Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2014 veröffentlicht.

Wir möchten mit diesem Bericht über unsere Tätigkeiten im abgelaufenen Jahr berichten. Außerdem wollen wir gegenüber der Öffentlichkeit transparent über die Einnahmen und Ausgaben, die Mittelherkünfte sowie die Mittelverwendung berichten.

Erstmals haben wir im Jahr 2014 auch freiwillig eine Bilanz erstellt. Für gemeinnützige Vereine reicht es in der Regel aus, wenn diese eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung erstellen. Damit kann man aber wenig transparent nach außen berichten. Wegen dieser fehlenden Transparenz bei einer reinen Einnahmen- und Ausgabenrechnung müssen große Unternehmen und Kapitalgesellschaften zwingend bilanzieren. Wir machen das freiwillig, weil wir nichts zu verbergen haben und diese zusätzliche Transparenz für Spender, Sponsoren, die Politik und Interessierte schaffen möchten. Die Bilanz sowie die Einnahmen und Ausgabenrechnung wurden von einem Steuerbüro erstellt und unter korrekter Anwendung der steuerlichen Vorschriften geprüft.

Leider sind wir die einzige gemeinnützige Selbsthilfeorganisation, die sich an diese Standards hält. Außerdem haben wir uns freiwillig von Transparency International zertifizieren lassen und nehmen an der Initiative Transparente Zivilgesellschaft teil.

Sie können dem Geschäftsbericht insbesondere auch entnehmen, von welchen Institutionen und Unternehmen wir im Jahr 2014 Zuwendungen erhielten.

Den Jahresbericht können Sie hier herunterladen: http://ddhm.de/geschaeftsbericht (PDF-Datei | 6 MB)


DDH-M aktuell 6/2015: Auf ein Neues! – Nur Mut!

1. Dezember 2015 - 9:03

Sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, eher die risikofreudige Kämpfernatur oder der harmoniebedürftige Typ auf dem Beobachterposten? Sie haben sich noch nie Gedanken darüber gemacht? Dann bekommen Sie vielleicht einen kleinen Motivationsschub, wenn Sie unsere Beiträge über den Umgang mit der Diabeteserkrankung an einem Risikoarbeitsplatz oder den Kampf mit dem inneren Schweinehund beim Marathonlauf in Köln lesen. Es gibt auch bestimmte Lebensabschnitte, die es einem nicht immer leicht machen. Davon können Frauen in den Wechseljahren ein Lied singen, erst recht, wenn sie zusätzlich noch einen Diabetes haben.

Diabetes ist einer der Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen. In Münster informierte darüber die Jahrestagung der Gefäßmediziner, deren Verband künftig verstärkt mit der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes zusammenarbeiten wird. Auf der Diabetes-Charity-Gala von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe in Berlin wurden in diesem Jahr wieder der Thomas- Fuchsberger-Preis an einen Menschen verliehen, der sich um Diabeteserkrankte verdient gemacht hat, sowie Spendenprojekte vorgestellt, die Menschen mit Diabetes zugutekommen.

Wie mutige Menschen mit Diabetes anderen Menschen mit Diabetes Mut machen können und damit ganz viel Gutes bewirken, lesen Sie im Interview mit Dorothee Paape, der Jugendreferentin aus Bremen. Darüber hinaus lesen Sie auch in dieser Ausgabe wieder Aktuelles aus Therapie und Forschung.

Der Kirchheim-Verlag stellt Ihnen auch dieses Jahr in seiner Beilage „Winter entspannt & fit genießen“ leicht bekömmliche Rezepte vor. In diesem Heft finden Sie auch eine Fülle an Tipps und Expertenempfehlungen.

Danke!

An dieser Stelle möchte ich mich bei all jenen, die in ihrem Ehrenamt im Kleinen wie im Großen wertvolle Arbeit geleistet und damit Verantwortung im Rahmen der Diabetesselbsthilfe übernommen haben, ganz herzlich dafür bedanken. Ein besonderer Dank gilt auch all den Autoren, die unsere Zeitschrift neben ihrem üblichen Tagesgeschäft mit ihren Beiträgen kenntnisreich und tatkräftig unterstützen, weil ihnen die Menschen, die es lesen, wichtig sind. All das ist nicht selbstverständlich und verdient unseren Dank.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich eine harmonische Weihnachtszeit und alles Gute für das neue Jahr. Zeigen Sie Mut, trauen auch Sie sich, als Mensch mit Diabetes mehr gesellschaftliche Verantwortung im Einsatz für eine gute Diabetesversorgung zu übernehmen! Vielleicht ist das ein gutes Ziel für das neue Kalenderjahr: Werden Sie aktiv und bewegen Sie auch andere Betroffene, in die Selbsthilfe zu gehen!

Titelblatt der Ausgabe 6/2015 der Mitgliederzeitschrift DDH-M aktuell.Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 6/2015 der Mitgliederzeitschrift DDH-M aktuell


Viele Gespräche bei der DDG-Herbsttagung und dem Weltdiabetestag

9. November 2015 - 11:37

Am 6. und 7. November 2015 waren wir bei der DDG-Herbsttagung. Die Herbsttagung ist eine Fachtagung für Diabetologen, Wissenschaftler und Diabetesberater, die von unserem Partner, der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) zwei Mal jährlich ausgerichtet wird. Für die Fachleute gibt es zahlreiche Vortragsveranstaltungen. An unserem Stand haben wir die Diabetologen und Diabetesberater über die Arbeit haben wir die Diabetologen und Diabetesberater über die Arbeit und die Wichtigkeit der Selbsthilfe informiert. Außerdem haben wir dafür geworben, die Selbsthilfe zu unterstützen und die Menschen mit Diabetes bei Schulungen und den regelmäßigen ärztlichen Kontrollen auf die Selbsthilfe hinzuweisen. Denn nur rund 0,6% der Menschen mit Diabetes sind in der Selbsthilfe organisiert. Die politischen und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen werden aber zunehmend schlechter, um dies abzufedern bedarf es einer starken Selbsthilfe. Wir haben unter dem Motto "Verordnen Sie Selbsthilfe" viele anregende und spannende Gespräche geführt.

Standbetreuung der DDH-M bei der DDG-HerbsttagungStand der DDH-M bei der DDG-HerbsttagungFrau Schneider im Gespräch bei der DDG-HerbsttagungStandbetreuung der DDH-M bei der DDG-Herbsttagung

Bereits vor dem Beginn der DDG-Herbsttagung wurde der Vorstand unserer Dachorganisation diabetesDE neu gewählt. Außerdem hat die Delegiertenversammlung einige Satzungsänderungen beschlossen. Aus dem Vorstand ausgeschieden ist Alois Michel. Er hatte bis zu diesem Zeitpunkt die Betroffenen im Vorstand von diabetesDE vertreten. Alois Michel ist auch Landesvorsitzender unserer Landesverbandes Rheinland-Pfalz und hat über viele Jahre eine hervorragende Arbeit in dem Vorstand unserer Dachorganisation geleitet, viele Wege geebnet und vieles vorangetrieben. Dafür möchten wir ihm danken. Zurecht wurde er auch von dem alten und neuen Vorstandsvorsitzenden Prof. Thomas Danne sowie der Geschäftsführerin Frau Nicole Mattig-Fabian für seine Arbeit geehrt. Herr Michel wollte einem jüngeren Betroffenen Platz machen; neu gewählt wurde Bastian Hauck.

Herr Michel wird von Frau Mattig-Fabian und Herrn Prof. Danne geehrt

Am 8. November 2015 fand die deutsche Großveranstaltung zum Weltdiabetestag in Düsseldorf statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung wie üblich von der DDH-M zusammen mit diabetesDE. Rund 4.000 Besucher konnten zahlreichen spannenden Vorträgen lauschen, in denen es um neue Hilfsmittel und Therapien sowie rechtlichen Aspekten ging. Außerdem gab es hochspannende Diskussionsrunden und ein Konzert des Shanty-Chors LUV & LEE Kiel.

Wir haben mit den vielen Betroffenen Gespräche geführt, in welchen wir unsere Arbeit und die politische Vertretung der deutschen Selbsthilfe vorstellten und die Betroffenen zu vielen Problemen beraten konnten.

Stand der DDH-M bei dem Weltdiabetestag in DüsseldorfStand der DDH-M bei dem Weltdiabetestag in DüsseldorfStand der DDH-M bei dem Weltdiabetestag in Düsseldorf mit zahlreichen BesuchernStand der DDH-M bei dem Weltdiabetestag in Düsseldorf mit zahlreichen BesuchernFrau Schneider im Gespräch mit BesuchernHerr Schlomann im Gespräch mit einer BesucherinFrau Schneider im Gespräch mit einer Besucherin


Bleiben auch Sie mit am Ball! (DDH-M aktuell 5/2015 erschienen)

1. Oktober 2015 - 8:48

… und sagen Sie es anderen weiter! Denn je mehr von Diabetes betroffene Menschen am Ball sind, d. h., je mehr Betroffene sich als Mitglieder in DDH-M organisieren, umso stärker kann die Selbsthilfe sich gegenüber politischen Entscheidungsträgern positionieren und für die Belange der Menschen mit Diabetes eintreten. Und dazu kann auch jedes einzelne Mitglied beitragen. Übermitteln auch Sie diese Botschaft weiter an Ihre Freunde und Nachbarn, Familienmitglieder und Kollegen. Und Einsatz ist auf jeder Ebene von Bedeutung. Gerade regional kann viel bewirkt werden, um politische Aufmerksamkeit und damit Gehör zu erlangen. Lesen Sie mehr dazu auf den Regionalseiten.

Ebenfalls „am Ball“ war auch das Diabetes-Info-Mobil im Rahmen des von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und dem DDH-M Landesverband NRW durchgeführten Projektes „Diabetesberatung auf Rädern“, als der Bundesgesundheitsminister zum Tag der offenen Tür in sein Ministerium einlud. Berlin war diese Reise wert: viele gut gelaunte Menschen, über 200 Testpersonen, hoher Beratungsbedarf. Ein eingespieltes Projektteam freute sich zudem über ambitionierte Gespräche und Fotos mit den Vertreter/innen aus dem Staatssekretariat des BMG. Einen Eindruck über diese Veranstaltung vermittelt unsere Bildergalerie.

Unter dem Motto „Diabetes gemeinsam managen“ wird am 8. November 2015 im Congress Center Düsseldorf (CCD) der Weltdiabetestag begangen. Mehr über die Themen, neue Aktionen und das „prominente“ Rahmenprogramm finden Sie in unserer Ankündigung auf Seite 10. Nutzen Sie diese Gelegenheit und holen Sie sich Anregungen für Ihren alltäglichen Umgang mit Ihrem Diabetes.
Was die Ernährung betrifft, haben sich die Alltagsgewohnheiten im Laufe der Zeit stark verändert. Beruf, Hobbys, Lebensalltag nehmen Einfluss auf die Art, wie und wann wir Menschen uns ernähren. Darauf müssen sich auch Typ-1-Diabetiker einstellen. Prof. Dr. med. Andreas Fritsche vom Universitätsklinikum Tübingen klärt in seinem Beitrag „Diabetesmanagement trifft auf Ernährungswandel“ in unserem Titelthema darüber auf, dass dies kein Hexenwerk, sondern eine gut lösbare Aufgabe ist.

Unsere Schulungsserie widmet sich in dieser Ausgabe der Typ-2-Schulung ohne I nsuli n. In unserem Beitrag über Soziales geht es um Diabetes und Schwerbehinderung im Berufsleben. Aktuelle Infos zum Marktstopp des I nsuli ns degludec (Tresiba) finden Sie ebenfalls in diesem Heft.

Weiter geht es auch mit dem 2. Teil des Reiseberichts durch das Amazonasgebiet. Wilma Busse berichtet von der Begegnung mit Einheimischen, dem Dschungel, der Tierwelt und einer Notfallübung im Regenwald.

Frisch nach der Getreideernte nimmt Huberta Eder in ihren Rezepten nicht nur die Getreidesorten „auf’s Korn“ und lehrt uns, künftig bei der Mehlauswahl genauer hinzuschauen, sondern offeriert uns auch verlockende Leckereien dazu.

Jetzt sind Sie am Ball!
Viel Spaß bei der Lektüre!
Ihre Chefredakteurin
Ursula Breitbach

Abbildung des Titelblatts der DDH-M aktuell, Ausgabe 5/2015Abbildung des Inhaltsverzeichnisses der DDH-M aktuell, Ausgabe 5/2015


Weltdiabetestag: Diabetes gemeinsam managen

16. August 2015 - 12:12

Zentrale Veranstaltung am 8. November in Düsseldorf

Rund um den Weltdiabetestag am 14. November finden traditionell weltweit Informationsveranstaltungen über die chronische Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus statt. Wie jedes Jahr organisiert diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe gemeinsam mit der Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums die zentrale Veranstaltung in Deutschland unter dem Motto „Diabetes gemeinsam managen“. Sie findet in diesem Jahr bereits eine Woche vor dem eigentlichen Gedenktag statt, am Sonntag, dem 8. November 2015, von 10.00 bis 15.30 Uhr im Congress Center Düsseldorf (CCD). Der Eintritt beträgt 3 Euro, für Mitglieder der DDH-M ist der Eintritt frei. Das Programm steht online unter: www.diabetesde.org/weltdiabetestag/2015/.

Um ein noch breiteres Publikum zu erreichen, wurde in Kooperation mit dem Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) der „Düsseldorfer Diabetes Tag“ in die Veranstaltung integriert. So ist ein Programm aus über 30 Vorträgen von namhaften Experten rund um den Diabetes entstanden. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm, moderiert von ZDF-Moderatorin Andrea Ballschuh,  u. a. mit dem Musical Medicus für groß und klein, präsentiert von Prof. Dr. Dietrich Grönemyer persönlich und erstmalig einer Back-Show zum gesunden Brot, rundet den Tag ab.

Die Schwerpunktthemen der diesjährigen zentralen Veranstaltung des Weltdiabetestags in Düsseldorf sind Folgeerkrankungen und Therapie, Selbsthilfe, Beratung und Hilfe im Alltag sowie Diabetes bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Interessierte und Betroffene können sich in zahlreichen Vorträgen unter anderem darüber informieren, wie sie das lebenslang notwendige Selbstmanagement der Stoffwechselerkrankung besser meistern können, Übergewicht vermeiden oder abbauen und Spaß an der Bewegung finden. Informieren können sich die Besucher auch über Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Neu sind die Workshops „Diabetes und Pflege“ sowie „Diabetes und Migranten“.

Vertreter der Selbsthilfe diskutieren darüber, wie sie Betroffene und Angehörige dabei unterstützen, die Krankheit zu meistern. Auch die moderne Selbsthilfe mit ihrer Diabetes Online Community wird vertreten sein.

Höhepunkt des Rahmenprogramms ist der gemeinsame Walk „Jeder Schritt zählt“ zusammen mit dem an Typ-2 Diabetes erkrankten Moderator Harry Wijnvoord für den guten Zweck um 12.00 Uhr entlang des Rheinufers inklusive Blutzuckermessen vorher und nachher. Zahlreiche Unterstützer spenden pro Teilnehmer für das Projekt „SMS“. Die Initiative „SMS. Sei schlau. Mach mit. Sei fit.“ richtet sich an Grundschulkinder und deren Familien mit dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler für gesunde Ernährung und mehr Bewegung zu begeistern. Kinder, die den Weltdiabetestag in Düsseldorf besuchen, erwartet ein eigener Bereich mit viel Spiel und Spaß.

Einen ganz besonderen Platz nimmt die Verleihung der Mehnert-Medaille ein: Jedes Jahr wird auf dem Weltdiabetestag ein Mensch mit 50 Jahren Diabetes und mehr für sein optimales Selbstmanagement ausgezeichnet. Bewerben kann man sich hierfür noch bis zum 30. September 2015 unter www.mehnert-medaille.de.

Ein großer Ausstellerbereich informiert die Besucher unter anderem über neueste Produkte zum Blutzuckermessen und I nsuli nspritzen. An einigen Ständen werden gratis Blutzucker-, Fett- und Body-Mass-Index (BMI)-Messungen angeboten.

Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt 3 Euro, für DDH-M Mitglieder ist er frei.


Wir sind Selbsthilfe – DDH-M aktuell 4/2015

1. August 2015 - 15:42

Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Sie Mitglied in DDH-M sind, sind sich dieses „Wir“-Gefühls vielleicht gar nicht so bewusst. Dabei ist es wichtiger denn je, sich in der Selbsthilfe zu organisieren und dann gemeinsam mit den Vertretern der therapierenden Berufe stark in der Politik vorstellig zu werden und sich für eine gute Diabetikerversorgung einzusetzen. Als Selbsthilfebotschafter sollten Sie diesen Appell daher ruhig ganz selbstbewusst kundtun.

Ein Politiker, der bereits dafür kämpft, ist der Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt, der sich über die Unterstützung des Diabetes-Info-Mobils aus Nordrhein-Westfalen freute, das im Rahmen des Spendenprojektes „Diabetesberatung auf Rädern“ bei der Pressekonferenz in Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern, beim Auftakt der Screening-Einsätze in ländlichen Regionen starkes Medieninteresse erzeugte. Monstadt würde sich wünschen, dass möglichst alle Menschen mit Diabetes sich organisieren und ihre Eigenverantwortung im Umgang mit der Erkrankung auch dahingehend ernst nehmen.

Das ist umso wichtiger im Hinblick auf die Tatsache, dass jeder Diabetiker seinen ganz eigenen Diabetes mit sich herumträgt. Der DDG-Kongress widmete sich daher in diesem Jahr dem Thema der Personalisierten Diabetologie.

Dass man mit Diabetes im Gepäck durchaus abenteuerlustig sein darf, schildert Typ-1-Diabetikerin Wilma Busse, die sich mit ihrem Mann eine Reise in das Amazonasgebiet gönnte. Im ersten Teil ihres Reiseberichts geht es um Reisevorbereitungen, Landschaft, Kost und Tierwelt.

In unserer Schulungsreihe stellt Privatdozent Dr. Bernhard Kulzer in dieser Ausgabe die Schulung von Kindern und Jugendlichen vor. Diplom-Sozialpädagoge Wolfgang Schütt gibt in unserer Reihe „Diabetes und Soziales“ Tipps zur Antragstellung bei Schwerbehinderung.

Anfang November wird es in Düsseldorf die nächste Publikumsveranstaltung zum Weltdiabetestag geben. Lesen Sie zudem in unserer Rubrik „DDH-M Blitzlichter“, was die Onlinemitgliederbefragung ergeben hat. Auch politisch gibt es Neues zu berichten über den Abschlussbericht des IQWiG zum kontinuierlichen Glukose Monitoring sowie die erste Konferenz in Berlin, in der es um die Einführung eines Diabetesregisters ging.

Unseren Beitrag zum medizinisch-psychologischen Thema Diabetes-Burn-out, das auf dem Kölner Diabetikertag referiert wurde, finden Sie in dieser Ausgabe auf den Regionalseiten des Landesverbandes NRW.

Wer sich schon auf die Rezepte von Huberta Eder freut, der wird auf eine appetitanregende Vielfalt aus dem Gemüse- und Salatbeet treffen, die den Gaumen kitzelt und Lust auf mehr macht.

Bringen auch Sie sich ein!
Ihre Chefredakteurin

Ursula Breitbach

Titelblatt der Ausgabe 4 der DDH-M aktuell 2015.Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 4 der DDH-M aktuell 2015.
 


Brief an Bundesgesundheitsminister Gröhe: Vertriebsstop von Basalinsulin degludec zwingt 40 000 Menschen mit Diabetes zur Umstellung

13. Juli 2015 - 11:41

Die drei Mitgliedsorganisationen von diabetesDE, die DDG, der VDBD und die DDH-M, haben sich gemeinsam an Herrn Bundesgesundheitsminister Gröhe gewandt, um eine Lösung für den Vertriebsstop von Tresiba anzuregen. Wir hoffen damit einen Teil zu neuen Preisverhandlungen beitragen zu können, damit eine faire Lösung gefunden werden kann, die sowohl die finanziellen Interessen der gesetzlichen Krankenversicherung berücksichtigt, als auch den Bedarf der Betroffenen mit Diabetes an einem I nsuli n mit besonders langer Wirkzeit.

"Sehr geehrter Herr Bundesminister Gröhe,

der Hersteller des Basalinsulins degludec hat am 1. Juli seinen Rückzug vom deutschen Markt für Ende September 2015 vermeldet, nachdem keine Einigung in den Preisverhandlungen mit dem GKV Spitzenverband erzielt werden konnte.

40 000 Diabetespatienten sind nun in den nächsten Wochen gezwungen, auf ein anderes langwirksames I nsuli n auszuweichen und sich mit ihren behandelnden Diabetologen und Diabetesberaterinnen für einen anderen Wirkstoff zu entscheiden. Damit muss unter Umständen die gesamte Diabetestherapie neu ausgerichtet werden, denn andere Präparate haben eine andere Wirkdauer und ein anderes Wirkprofil. Die Umstellungsphase verpflichtet die Patienten zu häufigeren Blutzuckermessungen, bei vielen Patienten ist auch eine Dosisanpassung notwendig, um Unter- oder Überzuckerungen zu vermeiden. Das verursacht nicht nur enorme Kosten, sondern birgt auch gesundheitliche Gefahren von gefährlichen Unterzuckerungen oder Ketoazidosen.

Wir bitten Sie daher um politische Unterstützung mit dem Ziel, erneute Preisverhandlungen in diesem Fall zu ermöglichen. Wir sind gegenüber dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz  (AMNOG) grundsätzlich positiv eingestellt, würden es jedoch begrüßen, wenn die Prozessabläufe innerhalb des Verfahrens so verbessert werden könnten, dass abrupte Gefährdungen der Behandlungskontinuität, die sich negativ auf die Patientensicherheit auswirken können, vermieden werden.

Aus Sicht der Diabetesorganisationen diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG), dem Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe (VDBD) und der Patientenorganisation Deutsche Diabetes- Hilfe- Menschen mit Diabetes ist es dringend notwendig, den aktuell 40 000 Diabetespatienten diese  wichtige Therapiemöglichkeit auch weiterhin zu ermöglichen, damit ihnen die  folgenden Vorteile - (vgl. Wissenschaftliche Stellungnahme der DDG (1) - nicht verloren gehen:

  1. Das Risiko der nächtlichen Unterzuckerung ist mit I nsuli n degludec um 25 % reduziert (2), was insbesondere für ältere Patienten ein großer Vorteil ist.
  2. In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass für das I nsuli n degludec  jederzeit ein flexibler Injektionszeitpunkt gewählt werden kann ohne negative Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel. Das ist in der Diabetestherapie ein Meilenstein. Für die Betroffenen bedeutet dies eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität.
    1. Insbesondere den Bedürfnissen von Jugendlichen mit Typ 1 Diabetes, die häufig Schwierigkeiten mit regelmäßiger I nsuli ngabe haben, kommt dies sehr entgegen. Dies wurde auch bei der Anhörung im Stellungnahmeverfahren der Nutzenbewertung von I nsuli n degludec in der pädiatrischen Indikation beim G-BA am 7.7.15 deutlich.
    2. Auch für Diabetespatienten, die ambulant oder stationär gepflegt werden und auf externe Hilfe angewiesen sind, ist das flexibel injizierbare I nsuli n degludec besser geeignet als andere Basalinsuline.

Aus unserer Sicht wäre es außerdem wichtig gewesen, zu sehen, ob der Studien-Befund von weniger Überzuckerungen mit Ketonbildung bei I nsuli n degludec sich auch im Behandlungsalltag bestätigen ließe. Nach wie vor stellt auch in Deutschland die Ketoazidose bei Typ 1 Diabetes ein lebensbedrohliches Problem im klinischen Alltag dar.

Sehr geehrter Herr Minister Gröhe: Nehmen Sie sich dem Schicksal von 40 000 Diabetespatienten an und helfen Sie, eine Lösung herbeizuführen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Thomas Danne                                                                        Prof. Dr. Baptist Gallwitz
Vorstandsvorsitzender                                                                           Präsident
diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe                                                 Deutsche Diabetes Gesellschaft

Elisabeth Schnellbächer                                                                        Jan Twachtmann
Vorstandsvorsitzende                                                                            Vorstandsvorsitzender
Verband der Diabetesberatungs-                                                          Deutsche Diabetes-Hilfe –
und Schulungs-Berufe (VDBD)                                                             Menschen mit Diabetes (DDH-M)

(1) Stellungnahme der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) zum IQWiG-Bericht (Dossierbewertung A14-13) vom 30.07.2014 zur Nutzenbewertung des Wirkstoffs I nsuli n degludec im Auftrag des G-BA §35a SGB V:

http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Stellungnahmen/Stellungnahme

(2) Ratner RE et al. Diabetes Obes Metab. 2013;15(2):175-84

Dieser Brief wurde ebenfalls gesendet an:

  • Karl-Josef Laumann, Staatssekretär im BMG, Bevollmächtigter der Bundesregierung für Patienten und Pflege
  • Dr. Georg Nüßlein (MdB), stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU
  • Prof. Dr. Karl Lauterbach (MdB), stellv. Fraktionsvorsitzender der SPD
  • Maria Michalk (MdB), gesundheitspolitische Sprecherin der CDU(CSU
  • Hilde Mattheis (MdB), gesundheitspolitischer Sprecherin der SPD
  • Dietrich Monstadt (MdB), Berichterstatter für „Diabetes & Adipositas“ der CDU/CSU"

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