Klassenfahrt-Betreuung

Betreuung für Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ 1 auf Hort-, Ferien- und Klassenfahrten

Seit dem 1. Mai wird in Zusammenarbeit mit der AOK ein bundesweites Netzwerk für eine fachgerechte Betreuung bei mehrtägigen Fahrten mit Kindern und Jugendlichen mit Diabetes Typ 1 aufgebaut. 

Entstanden ist das Projekt durch Kathrin Bahr, die sich besonders als Teenagerin mit Diabetes oft ausgegrenzt fühlte. So reifte in ihr der Wunsch, sich um genau diese Kinder und Jugendlichen zu kümmern. Schon vor sechs Jahren begann sie, ein Team von Betreuern zusammenzustellen, um Kinder und Schüler auf Hort-, Ferien- und Klassenfahrten zu begleiten. Etwa 50 Kindern und Teens zwischen vier und 16 Jahren war es so schon möglich, mit ihren Kita- oder Schulfreunden gemeinsam Abenteuer zu erleben. Normalerweise scheuen sich Verantwortliche aus dem Kita- oder Schulbereich, betroffene kids bei mehrtätigen Fahrten zu betreuen, erzählt Kathrin Bahr, da die Risiken teilweise nicht überschaubar seien. Diabetes ist sehr individuell, in Stresssituationen reagiert jeder Mensch anders, was sich besonders an den Blutzuckerwerken bemerkbar macht. Durch die Möglichkeit, Typ-1 Diabetiker unter 18 Jahren zu begleiten, kann deren Selbstwertgefühl gestärkt und gleichzeitig der Umwelt vermittelt werden, dass ein Leben mit der Stoffwechselkrankheit kein Ausschlusskriterium sein muss. Das trägt zu einer besseren Integration und zu mehr Selbstvertrauen bei den Betroffenen bei. 

Zum Ablauf: Sie schreiben eine Mail an Kathrin Bahr (kathrin.bahr@ddh-m.de) oder an die Bundesgeschäftsstelle. Daraufhin trifft sich ein Betreuer mit dem Kind/Jugendlichen und den Eltern zu einem Vorgespräch. Sind sich alle einig, gibt es ein weiteres Gespräch mit den verantwortlichen Lehrern, dem Kind, den Eltern und dem Betreuer, um die Einzelheiten abzusprechen.

Ziel: Aufbau eines bundesweiten Netzwerkes, damit Kinder und Jugendliche an gemeinsamen Aktivitäten und mehrtägigen Freizeiten teilnehmen können. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl, führt zu mehr Selbstvertrauen und verhindert Ausgrenzung bzw. Diskriminierung von betroffenen Kindern und Jugendlichen.

Foto: Kathrin Bahr

Kontakt: Über die Bundesgeschäftsstelle oder Kathrin Bahr
E-Mail: kathrin.bahr@ddh-m.de

Das bundesweit einzigartige Projekt wird gefördert durch die

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