Vom 6.12. bis 8.12.2019 hatte der Vorstand der DDH-M alle Aktiven der Selbsthilfe zu einem Wochenende der Weiterbildung nach Nürnberg eingeladen. Die BEs der Leckereien auf dem Christkindlesmarkt wurden vorher in der Theorie vermittelt.
Nürnberger Christkindlesmarkt abends hell erleuchtet

Blick auf den Nürnberger Christkindlesmarkt 2019, Bild: CTZ Nürnberg Daniela Fischer

 

Weiterbildungsevent für Wissenserwerb und Vernetzung

Ziele dieser Weiterbildungsveranstaltung waren unter anderem die Verantwortlichen in ihrer Ehrenamtstätigkeit zu stärken, Regionalbeauftragte und Selbsthilfegruppenleiter zu vernetzen, weiteres Wissen zu vermitteln und untereinander auszutauschen, außerdem den Ausbau weiterer Landesverbände anzuregen. Alles dies ist wichtig für die Repräsentation und Stärkung der Diabetes-Selbsthilfe in den verschiedenen Regionen.

Fast 45 Teilnehmer (deutschlandweit) sind der Einladung gefolgt und konnten viele Erfahrungen und neue Erkenntnisse aus diesem Wochenende mit nach Hause nehmen.

Start war am Freitagabend. Nachdem alle im NH Collection Nürnberg City eingecheckt hatten, gab es um 19:00 Uhr das erste offizielle Treffen. Nach dem gemeinsamen Abendbrot saß man noch zusammen und tauschte bereits erste Informationen aus, lernte sich kennen. Schon der erste Abend war sehr angenehm, neue Kontakte wurden geknüpft und Handynummern ausgetauscht. So konnten sich alle auf ein produktives Wochenende einstimmen.

Am Samstagmorgen trafen sich alle Teilnehmer nach dem gemeinsamen Frühstück im Schulungsraum des Hotels. Jörg Westheide, stellv. Vorsitzender, begrüßte noch einmal offiziell alle Anwesenden und stellte sich und alle Mitglieder des Vorstandes in einem kurzen Profil vor. Judith Krämer, Vorstandsvorsitzende, schloss sich mit einigen kurzen Worten an. Zudem wurde das Programm für das Wochenende vorgestellt und allen als Printversion ausgehändigt. Es folgten drei interessante Vorträge bis zum frühen Nachmittag. Der Tag schloss mit dem Besuch des Weihnachtsmarktes und dem Abendessen ab. Beim abendlichen Zusammensitzen wurde nicht auf die Uhr geschaut.

Mit einem letzten Vortrag starteten die Seminarteilnehmer in den Sonntagmorgen, dem letzten Seminartag. Nach dem Mittagessen gab es ein Fotoshooting mit roten Weihnachtsmützen. Viele Teilnehmer hatten blaue Kleidung an oder ein blaues Accessoire, um so die Verbundenheit mit DDH-M zu bezeugen und für ein besonders gelungenes Foto.

Gruppenbild aller Teilnehmer mit Weihnachtsmütze, viele haben blaue Kleidungg an.
Teilnehmer der Weiterbildung in Nürnberg Dezember 2019

Die Veranstaltung im Einzelnen

Kathrin Bahr und Kathrin Sucker stellten sich zu Beginn der Veranstaltung als Mitarbeiterinnen der Bundesgeschäftsstelle in Berlin vor. Alle Teilnehmer erhielten einen Einblick, wer für welche Aufgabenbereiche zuständig ist. Kathrin Bahr berichtete anschließend von den Projekten "Fahrtenbetreuung", "Ferienfreizeiten" sowie "Eltern-Kind-Schulungswochenenden".

Digitaler Service bei DDH-M in der Pole-Postion

Kathrin Sucker gab allen Anwesenden einen Einblick zum aktuellen Bestand der Landesverbände, Mitgliederzahlen auf Bundesebene, und zu den aktuellen Projekte wie der Digitale Service der DDH-M. Es wurde die neue Website, Newsletter, Facebook und die neu auf den Markt gebrachte kostenlose Diabetes-Nachrichten-App DDH-M Digital für Android und iOS vorgestellt. Den Regionalbeauftragten und den SHG-Leitern wurde gezeigt, wie in der App alle Selbsthilfegruppen und Verbände miteinander vernetzt werden können. Einige nutzten diese Möglichkeit bereits, weitere wenden sich zeitnah an Kathrin Sucker, um im „Netz“ mit aufgenommen zu werden. Dieser neue Schritt im Rahmen der Digitalisierung ist wichtig, um noch nachhaltiger auf Diabetes-Selbsthilfe mit ihren Angeboten aufmerksam zu machen und die DDH-M weiterhin erfolgreich zu repräsentieren.

Neues Förderverfahren ab 1.1.2020

Kathrin Sucker erläuterte das neue Förderantragsverfahren, welches nach dem 1.1.2020 in Kraft tritt. Die Pauschalförderung erhält demnach 70 % der finanziellen Mittel aus dem Fördertopf der Krankenkassen, für kassenindividiuelle Projekte sind 30 % vorgesehen.

Interessante Vorträge für jeden Teilnehmer

Nach einer kleinen Pause, gab es einen sehr umfangreichen Vortrag zum Thema „Erste Hilfe in Bezug auf Diabetes“ , vorgetragen von Ralf Glaubel. Herr Glaubel ist u.a. Ausbilder beim DRK im Saalekreis, zudem selbst betroffen und Vorstandsmitglied. Der Vortrag war sehr kurzweilig und gab auch erfahrenen Fahrzeugführern neue Erkenntnisse mit auf den Weg.

Während der nun folgenden Mittagspause folgten rege Diskussionen rund um die Selbsthilfe, Ehrenamtstätigkeit und Erfahrungswerte. Jede noch so kleine Pause wurde immer wieder dafür ausgiebig genutzt. Durch den gegenseitigen Austausch konnten Hemmschwellen genommen werden, viele erhielten dadurch Hilfestellung und Tipps für die weitere Ehrenamtsarbeit innerhalb der Selbsthilfegruppen und Landesverbände.

Am Nachmittag gab es einen umfangreichen Einblick mittels eines sehr gut ausgearbeiteten Vortrages zum Thema: „Diabetes & vorweihnachtliche Zeit“ von Iris Schmidt, angehende Diabetesberaterin und Betroffene Typ 1. Diese Informationen sind gerade in der vorweihnachtlichen Zeit sehr informativ. Alle Beteiligten konnten diese Informationen mit nach Hause nehmen und entsprechend in ihren Selbsthilfegruppen an alle Mitglieder weitergeben. Denn oft stehen Regionalbeauftragte und Selbsthilfegruppenleiter Rede und Antwort zu ernährungsspezifischen Fragen.

Zum Abschluss des Tages sind alle Seminarteilnehmer gemeinsam auf den Christkindlesmarkt gegangen, um das Gelernte in der Praxis zu testen, um bei bzw. nach dem Abendessen die Erfahrungen in gemeinsamen Gesprächen auszuwerten. So kann jetzt dieses Wissen zu Hause in den Selbsthilfegruppen, Landesverbänden sehr realistisch transferiert werden.

Mit einem Vortrag „Loopen, was ist das?“ starteten die Seminarteilnehmer in den Sonntagmorgen, dem letzten Seminartag. Alle erhielten einen Einblick in diese neuen Möglichkeiten der Diabetestherapie. Der Weg in die richtige Richtung: Innovationen in der Technologie und Softwareentwicklung ermöglichen eine immer bessere und naturnahe Einstellung der Blutzuckerwerte.

Resümee

Die Teilnehmer der Weiterbildung sind nun für die weitere Arbeit in ihren Verbänden bzw. Gruppen gestärkt, neues Wissen wurde umfangreich vermittelt und kann jetzt zuhause an die Gruppenmitglieder weitergegeben werden. Jeder Landesverband, jede Gruppe profitiert so von diesen nachhaltigen Weiterbildungsmaßnahmen. 

Kathleen Brockelmann, Teilnehmerin