Der Jahresbericht des G-BA beinhaltet Themen zur medizinischen Versorgung aller Patienten sowie für Versicherte, wie z.B. neue Früherkennungsuntersuchungen und Behandlungsverfahren. Die Rolle des G-BA im Corona-Jahr 2020 wird mit allein 40 Beschlüssen und vielen Sonderregelungen zur Eindämmung der Pandemie deutlich.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) informiert über seine Arbeit im Geschäftsbericht 2020.

Der Bericht beinhaltet die besonderen Themen des Jahres mit unmittelbarer Versorgungsrelevanz für Patienten und Versicherte. Übersichtlich und mit vielen Grafiken wird auf zahlreiche Versorgungsangebote hingewiesen: neue Früherkennungsuntersuchungen, neue Behandlungsverfahren, der Start der ersten Erprobungsstudien, die Überarbeitung der Mindestmengenregelungen und ein Resümee zum zehnjährigen Bestehen der frühen Nutzenbewertung von neuen Arzneimitteln. 

Die Rolle des G-BA im Corona-Jahr 2020 war deutlich: 40 Beschlüsse und viele Sonderregelungen halfen, die Pandemie einzudämmen.

Der Patientenvertretung des G-BA wird in dem Bericht im Vorwort (S. 6) gedankt, ansonsten wird sie eher am Rande erwähnt (S. 70).

Was ist für Menschen mit Diabetes relevant - neue Leistungen für Versicherte

  • Patienten mit einer fortgeschrittenen Herzschwäche (Herzinsuffizienz) können künftig von einem neuen datengestützten Behandlungsmanagement profitieren. Der neue Versorgungsansatz basiert auf einer Kooperation zwischen telemedizinischen Zentren und niedergelassenen Arztpraxen.
  • Die Diagnostik und Behandlung einer chronisch entzündlichen Erkrankung des Zahnhalteapparats (Parodontitis) ist vom G­BA 2020 entsprechend aktuellen medizinischen Erkenntnissen neu geregelt worden. 
  • Erwachsene, die beim Schlafen unter behandlungsbedürftigen wiederholten Atemaussetzern (obstruktive Schlafapnoe) und als Folge zum Beispiel unter Tagesschläfrigkeit leiden, können künftig eine Unterkieferprotrusionsschiene als GKV­Leistung nutzen. Dies ist dann möglich, wenn die Standardtherapie – eine Überdrucktherapie mit einer Atemmaske – nicht erfolgreich eingesetzt werden kann.
  • Diabetikern des Typ 1 steht nun ein aktualisiertes DMP zur Verfügung. Der G­BA beschloss in 2020 eine Anpassung an den neuesten medizinischen Wissensstand, um einen „normnahen“ Glukose­wert zu erreichen sowie eine Unter­ oder Überzuckerung zu vermeiden.
  • Einsatz digitaler Anwendungen in DMP 

 

Auf der Website des G-BA werden in der Onlineversion des Geschäftsberichts über Links weiterführende Informationen angeboten. In der Druckausgabe lassen sich diese über QR-Codes abrufen.

Die barrierefreie PDF-Version kann online angesehen und auch vorgelesen werden.

Die Druckversion kann per E-Mail an info@g-ba.de in der Geschäftsstelle angefordert werden.

Der Bundestag im Reichstagsgebäude.

Im G-BA gibt es ständige und themenbezogene Patientenvertreter. Die Beteiligung ist so organisiert, dass man als Experte längerfristig für ein Gremium benannt wird, dass man die eigene (Betroffenen-)Kompetenz aber auch gerne punktuell und themenbezogen einbringen kann. Patientenvertreter sind leider nicht stimmberechtigt, was die Patientenorganisationen vehement einfordern.