15 % der 3- bis 17-Jährigen in Deutschland sind übergewichtig oder adipös. Es besteht eine Assoziation zwischen Übergewicht, insbesondere Adipositas, und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, motorischen Defiziten, Gelenkverschleiß und weiteren gesundheitlichen Einschränkungen.

Hinzu kommt, dass mit stärkerem Übergewicht bei Kindern das Risiko steigt, dass sie auch als Erwachsene übergewichtig oder adipös werden bzw. bleiben. Negativ auf die Lebensqualität übergewichtiger Kinder wirken sich insbesondere auch ablehnende Reaktionen Gleichaltriger aus, etwa in Form von Stigmatisierung oder Mobbing. 

Aus diesen Gründen haben Gesundheitsförderung und Prävention von Übergewicht im Kindesalter eine große Bedeutung. Rechtzeitig eingesetzt, können entsprechende Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zu einer besseren Gesundheit von Kindern leisten und damit auch eine Grundlage für ein gesünderes Leben als Erwachsene schaffen.

Seit 2015 werden im Haushaltstitel Kindergesundheit des Bundesgesundheitsministeriums BMG jährlich zusätzliche Mittel zur Prävention und Aufklärung über Übergewicht und Adipositas bereitgestellt. Mit Hilfe dieser Mittel wurden bis jetzt etwa 30 Projekte gefördert, die folgende operative Ziele verfolgten:

  • Erfolgsfaktoren für nachhaltige Maßnahmen bestimmen und verbreiten,
  • Qualität von Projekten verbessern und deren Wirksamkeit feststellen,
  • Bedarfs- und zielgruppengerechte Informations- und Aufklärungsmaterialien erstellen und verbreiten.

Die Zwischen- und/oder Abschlussberichte dieser Projekte liegen dem BMG überwiegend vor; ein Großteil ist bereits auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums veröffentlicht.

Erfassung und Verbreitung der bisherigen Erkenntnisse des Förderschwerpunktes Kinderübergewicht

Gegenstand der Förderung ist die Erfassung, Diskussion und Erarbeitung von Vorschlägen zur Verbreitung der Ergebnisse und Erkenntnisse der Projekte des BMG-Förderschwerpunktes Kinderübergewicht seit 2015.

Die wesentlichen Erkenntnisse aus diesen Projekten sollen in Form einer Zwischenbilanz zusammengestellt und diskutiert werden, mit dem Ziel der nachhaltigen Verbreitung und Nutzung durch die Akteure/Fachkräfte, z. B. in Kitas, Schulen, Jugendeinrichtungen, oder durch Entscheidungsträger in Kommunen sowie Wissenschaftseinrichtungen. Darüber hinaus sollen auf der Grundlage bisheriger Vorhaben und Ergebnisse Empfehlungen abgeleitet werden, welche Themenfelder und Fragestellungen verstärkt zukünftig aufgegriffen werden sollten, um mögliche Lücken in Bezug auf Prävention von kindlichem Übergewicht zu schließen.

Die Ergebnisse sollen in geeigneter, verständlicher und zielgruppenorientierter Form aufbereitet und Empfehlungen für weitere Schritte gegeben werden. 

Quelle: Bekanntmachung VDI/VDE-IT im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums
https://www.forschung-bundesgesundheitsministerium.de/foerderung/bekanntmachungen/erfassung-erkenntnisse-foerderschwerpunkt-kinderuebergewicht