Die Deutsche Diabetes Gesellschaft DDG hat eine Pressemitteilung zur Wichtigkeit der Diabetes­versorgung an Kliniken veröffentlicht. Dabei geht es speziell um den Diabetes Typ 2 und auch um die aktuelle Situation "Corona".

Auch wenn die ambulante Versorgung von Diabetes­patienten in Deutschland sehr gut ist, ist die Zahl der diabetischen Folge­erkrankungen weiterhin zu hoch, so die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Die diabetologische Expertise an Kliniken nehme seit Jahrzehnten ab. Derzeit fehle es an hinreichend geschultem Personal, um Diabetes­patienten ausreichend zu versorgen.

In vielen Fällen sei die optimale Einstellung des Blutzuckerspiegels bei Menschen mit Diabetes Typ 2 nicht durch orale Medikamente und GLP1-Analoga zu erreichen. In solchen Situationen empfiehlt die DDG eine stationäre Behandlung. Diese umfasst eine intensive Diabetes­schulung und Ernährungsberatung sowie eine Bewegungstherapie. Auch von einer psycho­somatischen Betreuung können die Patienten profitieren. 

Doch die klinische Versorgung ist sehr kostenintensiv, sodass es zu einer Unter­finanzierung der stationären Versorgung kommen kann. „Die reine Kosten­kalkulation hat zu einer "Ambulantisierung" des Diabetes beigetragen“, kritisiert DDG Präsidentin Professor Dr. med. Monika Kellerer. Hinzu komme, die derzeit angespannte Versorgungslage an Kliniken durch die Covid-19-Pandemie. 

Den besonderen Aspekt von Corona bei der Diabetes­behandlung wurde bereits im DDH-M Artikel zu Corona und Diabetes behandelt.