Die Mund-Nasen-Bedeckung ist eine wirksame Maßnahme gegen das Infektions­risiko Covid-19. Die Bundes­regierung beschloss, an besonders Schutz­bedürftige Mund-Nasen-Bedeckungen der FFP2-Kategorie auszugeben. Auch Menschen mit Diabetes gehören dazu.

Rund 34,1 Millionen Deutsche haben Anspruch auf FFP2-Masken aus der Apotheke. Mitte Dezember 2020 startete die Verteilung von drei kostenlosen FFP2-Schutzmasken an besonders schutzbedürftige Menschen durch die Apotheken. Die Bedürftigkeit ergab sich durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten aufgrund bestimmter Erkrankungen. Dieser Weg, einen Anspruch von Schutzmasken nachzuweisen, fällt ab Januar 2021 weg. 

Für den Bezug von FFP2-Schutzmasken benötigen besonders schutzbedürftige Menschen nun fälschungssichere Coupons, die von den Krankenkassen ausgegeben werden. Dabei hat jeder Patient Anspruch auf zwei dieser Coupons, die für je 6 Schutzmasken bei einem Eigenanteil von 2 Euro eingelöst werden können.

Das Gesundheitsministerium möchte mit dieser Aktion besonders die Risikopatienten in Deutschland besser schützen. FFP2-Masken filtern Partikel wirksamer aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft als z.B. selbstgenähte Mund-Nasen-Bedeckungen.

Auch FPP2-Masken bieten keinen hundert­prozentigen Schutz vor dem Coronavirus. Sie sind kein Freifahrtschein dafür, un­achtsam zu sein. Aber sie senken die Gefahr für eine Ansteckung erheblich. Und diejenigen in der Gesell­schaft damit zu versorgen, die besonders von dieser Pandemie betroffen sind – das sollte es uns allen Wert sein.

Bun­des­ge­sund­­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU)

Neben Menschen mit Diabetes und anderen Vorerkrankungen, haben auch alle Menschen ab 60 Jahren einen Anspruch auf die Schutzmasken. Zur Abholung kann auch eine andere Person bevollmächtigt werden. Dazu reicht eine schriftliche Vollmacht aus, die vom Bedürftigen unterschrieben sein muss.

Wer bekommt Masken?*

Die Verordnung legt für die Abgabe der Schutz­masken mehrere Voraus­setzungen fest:

  1. Die Person muss in Deutschland ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufent­haltsort haben.
  2. Sie ist über 60 Jahre alt ODER
  3. es liegt (mindestens) einer der genannten Risikofaktoren vor.

Zu den Risikofaktoren nach 3 zählen:

  • COPD oder Asthma bronchiale
  • Chronische Herzinsuffizienz
  • Chronische Niereninsuffizienz (mindestens Stadium 4)
  • Zerebrovaskuläre Erkrankung (vor allem Schlaganfall)
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Aktive, fortschreitende oder metastasierende Kreb­serkrankung oder statt­findende Chemo- oder Radiotherapie, die das Immunsystem beeinträchtigen kann (Im Verordnungs­entwurf hatte es noch wie folgt geheißen: Aktive, fort­schreitende oder metas­tasierende Krebs­erkrankung sowie laufende oder bevorstehende Therapie, die die Immun­abwehr beeinträchtigt)
  • Erfolgte Organ- oder Stamm­zelltrans­plantation
  • Trisomie 21
  • Risikoschwangerschaft


Quellen, Informationen und weitere Hinweise:

*Quelle: https://www.hausarzt.digital/medizin/praevention/so-erhalten-ihre-risikopatienten-die-versprochenen-masken-79879.html