Viele Menschen mit Diabetes weisen eine verfettete Leber auf, die in einem engen Bezug zur Diabetes­erkrankung gesehen wird. Denn beide Krankheits­bilder hängen sehr eng zusammen – ohne Fettleber kein Diabetes und ohne Insulin­resistenz keine Fettleber. Das Problem ist: Betroffene wissen oft nicht, dass sie eine Fettleber haben. 

Diabetes und die Gesundheit der Leber sind eng miteinander verknüpft. Neben dem Alkohol ist es vor allem eine ungesunde Ernährungsweise mit dauerhaft zu hohen Blutzuckerwerten, die unserer Leber zusetzt. Eine nicht-alkoholische Fettleber kann die Folge sein. Dabei benötigen wir eine gesunde Leber für eine gute Verdauung, die Entgiftung des Körpers und Regulation des Blutzuckerhaushalts. Wird eine Fettleber nicht rechtzeitig behandelt, kann es zu gefährlichen Spätfolgen kommen, zum Beispiel zu einem Wasserbauch, zu Funktionsstörungen des Gehirns aufgrund von Giftstoffen oder zu Leberkrebs.

Etwa jeder dritte Erwachsene in den industrialisierten Ländern hat eine krankhaft verfettete Leber.1 Die Häufigkeit dieser Erkrankung nimmt seit Jahren zu, vor allem bei Männern.2 Bei einem diagnostizierten Diabetes Typ 2 liegt sehr häufig bereits eine Fettleber vor. Die Fettlebererkrankung kann man daher auch als siamesischen Zwilling des Diabetes ansehen. Das klingt erst einmal nicht sehr ermutigend, aber mit der richtigen Ernährung und mehr Bewegung bekommt man beide Erkrankungen auf einen Schlag in den Griff.

In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen die wichtigsten Informationen zur Ernährung bei Diabetes und Lebererkrankungen vor, wie Sie eine bestehende Fettleber gesunden und einer erneuten Verfettung vorbeugen können. Wir geben Ernährungstipps für Betroffene, die bereits eine Leberfibrose bzw. Leberzirrhose aufweisen.

Wir würden uns freuen, wenn diese Broschüre einen Beitrag dazu leistet, Ihr Leben mit Diabetes gesünder und aktiver gestalten zu können. 

Viel Spaß beim Lesen!

    Broschüre herunterladenZum Podcast

    Die Broschüre zur Ernährung bei Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Teil der Aufklärungskampagne der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M). Wir bedanken uns herzlich bei Ideengeberin und Autorin Dr. Claudia Miersch sowie unseren ehrenamtlichen Diabetesberaterinnen (DDG) Andrea Witt und Elena Lalama für ihre Fachexpertise. Lektor Bolko Bouché und die Grafikerinnen Stefanie Dahlhaus und Michelle Kutzner sorgten für die perfekte textliche und bildliche Umsetzung, vielen Dank dafür.

    Unser besonderer Dank gilt den Betriebskrankenkassen der BKK, mit deren finanzieller Unterstützung wird dieses Projekt realisieren konnten. Im Downloadbereich finden Sie weitere Broschüren zum Thema Ernährung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Ernährung bei Nierenerkrankungen.

    LOGO Krankenkasse BKK Landesverband Mitte

    Diese Broschüre 2021 entstand mit freundlicher Unterstützung der Betriebskrankenkasse BKK LV Landesverband Mitte im Rahmen der kassenindividuellen Förderung der Selbsthilfe.

    LOGO der Krankenkasse BKK VBU

    Diese Broschüre 2021 entstand mit freundlicher Unterstützung der Betriebskrankenkasse BKK VBU Verkehrsbau Union im Rahmen der kassenindividuellen Förderung der Selbsthilfe.

    LOGO der Krankenkasse Bahn BKK

    Diese Broschüre 2021 entstand mit freundlicher Unterstützung der Betriebskrankenkasse Bahn-BKK im Rahmen der kassenindividuellen Förderung der Selbsthilfe.

    Die Informationsbroschüre ist urheberrechtlich geschützt. Sie darf jedoch beliebig vervielfältigt und weitergegeben werden, sofern der Inhalt (einschließlich des Autorenvermerks und des Urheberhinweises) vollständig und unverändert bleibt. 

    Für die Inhalte der Broschüre ist ausschließlich der Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) e. V. verantwortlich.

    Quellen:

    1 Bundesministerium für Bildung und Forschung, Nicht alkoholische Fettleber und Typ-2-Diabetes, https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/ nicht-alkoholischefettleber- und-typ-2-diabetes-6585.php, 2017.

    2 E. Roeb, H. M. Steffen, H. Bantel, U. Baumann, A. Canbay, M. Demir, U. Drebber, A. Geier, J. Hampe, C. Hellerbrand, A. Pathil-Warth, J. M. Schattenberg, C. Schramm, H. K. Seitz, N. Stefan, F. Tacke, A. Tannapfel, P. Lynen Jansen und J. Bojunga, Zeitschrift für Gastroenterologie 2015, 53, 668–723, DOI: 10.1055/s-0035-1553193.