Am 22.01.2020 fand an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg die dritte, vorläufig letzte, aber auch entscheidende und wegweisende Besprechung zum Projekt „BewegtVersorgt“ statt. Für DDH-M nahm der stellv. Vorstandsvorsitzende Jörg Westheide teil.

Zehn Projekte zur Förderung von Bewegung für Menschen mit nicht übertragbaren chronischen Erkrankungen, wie z.B. Diabetes, werden vom Bundesgesundheitsministerium BMG unterstützt. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ist mit ihrem Projekt "BewegtVersorgt" dabei und wird in der Umsetzung von DDH-M, Krankenkassen und anderen Kooperationspartnern unterstützt.

Das Projekt entwickelt, erprobt und etabliert Konzepte für Versorgungs­ketten zur Bewegungsförderung erst auf regionaler Ebene, die im Anschluss einen Transfer auf andere Regionen ermöglichen. Ziel ist es, chronisch erkrankte Menschen, wie Diabetes Typ 2 Patienten, über diese Versorgungsstruktur nachhaltig und langfristig an einen körperlich aktiven Lebensstil heranzuführen. 

Standen die ersten zwei Arbeitstreffen 2019 noch im Fokus allgemeiner Informationen, Fakten- und Ideen-Sammlung, so war diese Besprechung gekennzeichnet durch konkrete Auswertungen aller Fakten und dem Vergleich von drei möglichen (zukünftigen) Versorgungsketten. 

  • Variante 1 Komplexe Intervention
  • Variante 2 Umfangreiche Beratung
  • Variante 3 Kurzberatung

Die abschließende Bewertung favorisierte eindeutig die zweite Variante, welche nun in die detaillierte Ausarbeitung kommt.

Vertreter der Kassen sollen die Umsetzbarkeit des zweiten Vorschlags in finanzieller Hinsicht prüfen – was ist bereits vorhanden – wo müssen Neuerungen eingeführt und Gelder bereitgestellt werden.

Unter Federführung der AOK soll ein „Modell-Versuch“ gestartet und bis zum 4. Quartal 2020 umgesetzt sein. Nach einer Erprobung im kleinen Rahmen, soll die langfristige Erprobung in Bayern und auf Bundesebene erfolgen.

Die DDH-M – als Patientenorganisation – hat sich für diesen Punkt der Umsetzung als Vertragspartner angeboten – was durch alle Beteiligten befürwortet und begrüßt wurde. 

Das vierte Arbeitstreffen wird ausgesetzt. Stattdessen sind ein bis zwei weitere Treffen in der 2. Projektphase zum Informationsaustausch über den aktuellen Projektstand geplant.

Wir werden über die weitere Projektumsetzung berichten.