Ab September 2021 sollen Covid-19-Auffrischimpfungen für stark immun­geschwächte Personen, Höchstbetagte sowie Pflegebedürftige angeboten werden. Vollständig mit einem Vektor-Impfstoff Geimpfte sollen Angebote für die Auffrischimpfung mit einen mRNA-Imfpstoff erhalten. Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren soll es bundesweit möglich sein, Impfangebote wahrzunehmen. 

Studien zeigen vermehrt, dass es insbesondere bei stark immungeschwächten Patienten, über 90 Jährigen und Pflegebedürftigen zu einer reduzierten oder schnell nachlassenden Immunabwehr nach einer vollständigen COVID-19-Impfung kommen kann. Auf dieser Basis besagt der am 2.8.2021, von der Gesundheits­minister­konferenz (GMK) gefasste Beschluss, dass ab September 2021 eine Auffrischimpfung in der Regel mindestens 6 Monate nach Abschluss der ersten Impfreihe angeboten werden solle. Dies gilt primär für Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen. Patienten mit Immunschwäche oder Immun­supprfession, Pflegebedürftige sowie über 90 Jährige, die in ihrer eigenen Häuslichkeit wohnen, sollen durch behandelnde Ärzte eine Auffrischimpfung erhalten. Die Auffrischimpfungen sollen mit einem mRNA-Impfstoffe (BioNTech/Pfizer oder Moderna) erfolgen. Dabei ist es unwichtig, mit welchem Impfstoff die erste Impfreihe erfolgt ist. Die Impfungen können sowohl von niedergelassenen Ärzten als auch von (mobilen) Teams der Impfstellen vorgenommen werden.

Ab September 2021 wird vollständig geimpften Menschen, die den ersten Impfschutz mit einem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca oder Johnson&Johnson erhalten haben, ebenfalls eine Impfung mit dem mRNA-Imfpstoff von BioNTech/Pfizer oder Moderna angeboten. Die Impfungen können sowohl in Impfzentren der Bundesländer als auch durch Ärzte und Betriebsärzte erfolgen. 

Covid-19-Impfungen von Kindern und Jugendlichen 
Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren wurden die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna bereits durch die EU- Kommission freigegeben. Laut Beschluss sind ausreichend Impfdosen verfügbar, um Kindern und Jugendlichen zwischen 12 bis 17 Jahren bundesweit ein Impfangebot machen zu können. Eine ärztliche Aufklärung sowie eine Zustimmung der/des Erziehungsberechtigten ist vorab notwendig. Bereits im Mai hat die Gesundheits­minister­konferenz beschlossen, allen Kindern und Jugendlichen bis Ende August 2021 ein entsprechendes Impfangebot machen zu wollen. Nach dem Stand vom 01.08.2021 sind bundesweit 20,5 % der 12- bis 17- Jährigen geimpft worden. 9,9 % dieser Altersgruppe sind bereits vollständig geimpft.

© Foto: Shutterstock